Generationenwechsel an der Spitze des JRK
Mehr als ein Vierteljahrhundert hat Stefan Ebert das Jugendrotkreuz (JRK) im Rheinisch-Bergischen Kreis geführt, nun übernimmt eine neue Generation: Der langjährige Kreisleiter hat sein Amt abgegeben. Zu seiner Nachfolgerin wählten die Mitglieder die erst 20 Jahre alte Lilly Guder vom DRK-Ortsverein Bensberg/Refrath. Sie gehört damit nach Angaben des Kreisverbandes zu den jüngsten JRK-Kreisleiterinnen bundesweit.
Ebert wird Ehrenkreisleiter
Für Ebert endete mit der Übergabe eine außergewöhnlich lange Amtszeit. Nach Angaben des DRK war er zuletzt der dienstälteste JRK-Kreisleiter Deutschlands. Bei seiner Verabschiedung blickte er auf mehr als 25 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück. Anschließend wurde er zum JRK-Ehrenkreisleiter ernannt.
Neues Führungstrio mit großer Mehrheit gewählt
Seine Nachfolgerin ist trotz ihres jungen Alters keine Neue beim Roten Kreuz. Seit sechs Jahren engagiert sich Guder im Jugendrotkreuz. An der Spitze steht sie künftig gemeinsam mit ihren Stellvertretern Manuela Koebke und Jan Franc. Mehr als 40 Wahlberechtigte bestimmten das Trio in geheimer Wahl mit großer Mehrheit. Die Amtszeit beträgt drei Jahre.
Digitalisierung und mehr Öffentlichkeit
Guder kündigt bereits Veränderungen an. Vor allem die Digitalisierung des Jugendverbandes will sie vorantreiben. Zugleich soll das JRK stärker öffentlich wahrgenommen werden. Bereits vor ihrer Wahl hatte sie in einer Videobotschaft gefordert, das Jugendrotkreuz müsse „lauter werden, um gehört zu werden“. Ein besonderes Anliegen seien ihr die Rechte und die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. „Hier wird Vielfalt, Respekt und Toleranz gelebt“, sagt die neue Kreisleiterin.
Rückendeckung vom DRK-Kreisverband
Rückendeckung erhält das Team vom DRK-Kreisverband. Dessen Erster Vorsitzender Lutz Urbach dankte Ebert für sein langjähriges Engagement und sprach mit Blick auf den Wechsel von „frischem Wind“. Mit Guder und ihrem Team sei das JRK „menschlich und fachlich bestens für die Zukunft aufgestellt“.
Projekte, Aktionen und Kontakt
Gemeinsam mit den Ortsvereinen will das neue Führungstrio nun Themen wie Erste Hilfe, soziales Engagement, Menschlichkeit, Vielfalt und Humanitäres Völkerrecht in Projekten, Aktionen und Wettbewerben vermitteln. Informationen gibt es bei den örtlichen DRK-Vereinen sowie unter Telefon (02202) 936410. (wg)

