Sobald die Sportstätte wieder in Betrieb genommen wird, sollen das Umkleidegebäude abgebrochen und Schulcontainer aufgestellt werden.
ZieleinlaufDie Sanierung des Odenthaler Dhünntalstadions steht kurz vor dem Abschluss

Maschinell brachten Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens das Kunststoffgranulat für Laufbahnen und die Felder hinter den Toren auf.
Copyright: Christopher Arlinghaus
Das Dhünntalstadion bringt sich in Form. Wo bald wieder Läufer ihre Runden drehen sollen, zogen zuletzt Baumaschinen ihre Kreise. Schon im Vorfeld war der Untergrund rund um das Spielfeld und in den Halbkreisen hinter den Fußballtoren planiert worden, nun bereitet die Kunststoffkolonne der beauftragten Firma am Dhünntalstadion das Aufbringen des Tartanbelags vor.
Was bisher in der ersten Schicht noch grauschwarz schimmert, soll bei den abschließenden Arbeiten in wenigen Tagen eine rote Deckschicht erhalten. Anschließend, so die Verwaltung, folgten die Markierungsarbeiten für Felder und Laufbahnen.
Die Kunststoffmasse braucht Wärme und Trockenheit
Ursprünglich waren die Arbeiten noch im Herbst vergangenen Jahres geplant gewesen, direkt im Anschluss an die Verlegung des Rollrasens auf dem Spielfeld. Doch dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Kunststoffmasse für die Tartanbahnen braucht Trockenheit und Temperaturen deutlich im Plusbereich.

Die sanierte Sportanlage aus der Drohnen-Perspektive. Der schwarze Kunststoffbelag wird noch mit einer roten Deckschicht versehen.
Copyright: Christopher Arlinghaus
Sobald das Dhünntalstadion wieder für die Odenthaler Sporttreibenden zur Verfügung steht, die lange auf diesen Moment warten mussten, fangen die Bauarbeiten aber erst so richtig an. Denn nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Am Randes des Sportplatzes sollen die maroden Umkleiden abgerissen werden, auf dem Parkplatz nahe der Gladbacher Straße ein dreigeschossiger Containerbau mit rund 40 Modulen für die Klassen der Grundschule und einige Kurse des Gymnasiums errichtet und bereits nach den Sommerferien bezogen werden.
Rund 40 Schulcontainer sollen am Rand des Platzes aufgestellt werden
Nach Fertigstellung der neuen Grundschule an der Buchmühle und des gymnasialen Erweiterungsbaus auf dem Schulcampus sollen die Container in einigen Jahren wieder entfernt und das Gelände für den schon 2024 beschlossenen Bau eines neuen Umkleidegebäudes und eines Ojo-Jugendtreffs in der Variante „Bronze“ vorbereitet werden. Auch Dirt- und Skateanlage sollen hier weiter einen Platz finden.
Die Ausschreibungen für die Schulcontainer und die Abbrucharbeiten der Umkleiden liefen derzeit, sagte André Schade, Fachbereichsleiter Bauen und Technische Dienste, auf Nachfrage. Bisher sei man im Zeitplan. Der Blick auf den Kalender ist wichtig, denn bis zum Beginn des nächsten Schuljahres, das am 2. September startet, sollen die Container fertiggestellt sein und für den Unterricht zur Verfügung stehen.
Das Dhünntalstadion wurde schon oft zum Ausweichquartier für Norfälle
Die Ausquartierung der Grundschule aus ihrem bisherigen Containerbau, in den sie nach Zerstörung ihres Schulgebäudes durch das Jahrhunderthochwasser 2021 hatte ziehen müssen, wird nötig, um die Situation auf dem beengten Schulcampus an der Buchmühle zu entschärfen. Wie berichtet, drängen sich hier auf engstem Raum die Gebäude von Gymnasium und Realschule, Turnhallen sowie die Containeranlage der Interims-Grundschule. Hier - praktisch mitten auf dem Schulhof - auch noch eine Baustelle für die neue Grundschule und den Erweiterungsbau des Gymnasiums einzurichten, hielten Politik und Verwaltung für höchst gefährlich und nicht zu verantworten.
Das nahe Dhünntalstadion wird daher einmal mehr zum Ausweichquartier in einer Notlage. Früher einmal ausschließlich als Sportstätte genutzt, musste es in den vergangenen Jahren immer wieder als provisorisches Domizil für diverse Notfälle herhalten, mit denen sich die Gemeinde konfrontiert sah. Hier wurden vorübergehend geflüchtete Menschen in Wohncontainern untergebracht, ebenso die flutgeschädigte Kita Kobolde. Schulklassen vom Campus hatten hier zusätzliche Klassenräume und auch die Offene Jugendarbeit erhielt am Rande des Platzes ein Quartier.
