Zum vierten Mal war die Schule Gastgeber des Regionalwettbewerbs Rheinland der World Robot Olympiad (WRO). Im Cyriax war dafür eine kleine Wettkampfarena für die rund 40 teilnehmenden Teams entstanden.
Regionalwettbewerb RheinlandMit Robotern im Overather Paul-Klee-Gymnasium zum Wettkampf angetreten

Hinter der scheinbar verspielten Technik verbergen sich hochkomplexe Programmierungen.
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Hektisches Treiben, konzentrierte Blicke und immer wieder jubelnde Gesichter. Im Paul-Klee-Gymnasium herrschte am Samstag große Aufregung. Zum vierten Mal war die Schule Gastgeber des Regionalwettbewerbs Rheinland der World Robot Olympiad (WRO). Im Cyriax war dafür eine kleine Wettkampfarena entstanden. Zwischen zahlreichen Tischen mit Wettbewerbsflächen tüftelten, programmierten und diskutierten rund 40 Teams aus dem Rheinland und darüber hinaus an ihren Robotern.
Seit 15 Jahren wird die WRO in Deutschland ausgetragen. Bundesweit nehmen in diesem Jahr mehr als 1000 Teams an den Regionalwettbewerben teil. Dass die Veranstaltung immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigt ein Blick auf die Teilnehmerzahlen: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Teams in Rheinland nahezu verdoppelt. „Das Interesse ist groß, aber damit natürlich auch die Konkurrenz“, sagt Organisator Rainer Koß. Besonders freue ihn zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen von Jahr zu Jahr dazulernen. „Es ist super zu sehen, wie die Kinder ihre Skills verbessern und immer weiter lernen.“
Es ist super zu sehen, wie die Kinder ihre Skills verbessern und immer weiter lernen.
In den vergangenen vier Monaten haben die Teams ihre Roboter entwickelt und programmiert. Die Maschinen müssen auf einem Spielfeld verschiedene Aufgaben möglichst selbstständig lösen. Dabei kommt es nicht nur auf die Technik an, sondern auch auf Kreativität, strategisches Denken und die Fähigkeit, Probleme zu lösen.
Nach der ersten Hälfte des Wettbewerbstages war die Motivation aller Teams ungebrochen. Zwei Stunden Zeit hatten die Teams zwischen den Wertungsläufen, um ihre Roboter weiter zu optimieren. An vielen Tischen wurde eifrig programmiert, getestet und geschraubt. Manche passten ihre Software an, andere nahmen bauliche Veränderungen an ihren Robotern vor. An jeder Wettbewerbsfläche treten vier Teams gegeneinander an. In den jeweils zweiminütigen Wertungsläufen sammeln die Roboter Punkte für erfolgreich gelöste Teilaufgaben. Sollte am Ende Punktgleichstand herrschen, entscheidet die benötigte Zeit über die Platzierung.
Nur das Paul-Klee-Gymnasium kam als Teilnehmer aus der näheren Umgebung
Unter den 16 beteiligten Schulen aus dem Rheinland war das Paul-Klee-Gymnasium die einzige Schule aus der näheren Umgebung. Gleich vier Teams schickte die Overather Schule ins Rennen: ein Starter-Team, zwei Junior-Teams und ein Senior-Team. Betreut werden sie von Informatiklehrer Jochen Haas, der die Robotik-AG seit vielen Jahren begleitet. Für seine Mannschaften sah es zur Halbzeit des Wettbewerbs allerdings schwierig aus, einen Platz für das Deutschlandfinale zu erreichen.
Die Robotik-AG des PKG trifft sich während der viermonatigen Vorbereitungsphase einmal pro Woche für anderthalb Stunden. Dabei gehe es um weit mehr als nur ums Programmieren und Bauen, betont Haas. „Problemlösungskompetenz, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz sind mindestens genauso wichtig.“ Warum er die zusätzliche Arbeit Jahr für Jahr auf sich nimmt? Haas muss nicht lange überlegen: „Es macht einfach Spaß zu sehen, wie motiviert die Kinder sind, wie sie Fortschritte machen und wie kreativ sie werden.“
Die Overather Teams konnten sich nicht für das Deutschlandfinale qualifizieren
Am Ende setzten sich in der Senior-Kategorie das Karl-Friedrich-Gauß-Gymnasium aus Hockenheim, in der Junior-Kategorie das Görres-Gymnasium aus Düsseldorf und bei den jüngsten Teilnehmern die Volkshochschule Meerbusch durch. Für die Teams des Paul-Klee-Gymnasiums reichte es zwar nicht für die Qualifikation zum Deutschlandfinale, dennoch konnten sie beachtliche Ergebnisse erzielen. Das Senior-Team belegte Platz vier von acht Mannschaften, die Junior-Teams erreichten Rang fünf von zwölf Teams.
Auch die Starter-Kategorie sorgte für positive Nachrichten. Fünf der zwölf angetretenen Teams erzielten mehr als 80 Prozent der möglichen Punkte und wären somit startklar, nächstes Jahr beim Wettbewerb teilzunehmen. Und noch etwas steht bereits fest: Auch 2027 wird der Regionalwettbewerb Rheinland der World Robot Olympiad wieder im Paul-Klee-Gymnasium in Overath ausgetragen.
