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Hochwasser in Overath
Rückhaltebecken soll Schutz vor schweren Schäden bieten

Overath – In der Ortslage Altenbrück zwischen Untereschbach und Steinenbrück sorgt Hochwasser nach starken Regenfällen regelmäßig für immense Schäden. Von einem Jahrhunderthochwasser kann dann längst keine Rede mehr sein. Zuletzt wurden hier 2005, 2012 und 2013 viele Keller und auch Wohnungen unter Wasser gesetzt. An der Olper Straße meldete man mehrfach „Land unter“. Vereinzelt sind sogar Gefahrstoffe freigeworden, die über Dresbach und Holzbach in der Sülz landeten.

Wesentlich mehr Stauraum

Damit soll Schluss sein. Der Aggerverband hat jetzt damit begonnen, ein Hochwasserrückhaltebecken zu bauen, dass solche Ereignisse verhindert.

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In der Talstraße unterhalb der Landstraße in Richtung Heiligenhaus gibt es zwar schon ein Rückhaltebecken. Doch das kann die Wassermassen nicht mehr komplett aufnehmen. Es wird nun von einem Fassungsvermögen von 5000 Kubikmeter auf 17000 Kubikmeter ausgebaut. Der Aggerverband macht dies in Kooperation mit der Straßenbaubehörde NRW, der Stadt Overath und dem Rheinisch-Bergischen Kreis.

Zum ersten Spatenstich trafen sich am Donnerstag Vertreter der Behörden. Auch Anlieger waren eingeladen. Die Ämter hatten im Vorfeld einen gemeinsamen Arbeitskreis gebildet, nachdem die vom Hochwasser betroffenen Anwohner Lösungen eingefordert hatten.

Fachleute hatten festgestellt, dass die rege Bautätigkeit in Steinenbrück das Problem verschärft habe. Manche alteingesessenen Bürger besonders entlang der Römerstraße hatten erhebliche Schäden an Mobiliar und an der Bausubstanz des Hauses durch das Hochwasser erlitten. Auch nagte die ständige Unsicherheit, beim nächsten Gewitter könnte alles wieder vor vorne losgehen, an ihnen. „Diese Sorgen nehmen wir ernst. Durch den Bau eines größeren Beckens wollen wir solche Schäden für die Zukunft verhindern“, sagte Aggerverbands-Vorstand Professor Lothar Scheuer.

Bürgermeister Jörg Weigt dankte den Behördenvertretern für die gemeinsame Kraftanstrengung, die zu einer Lösung geführt habe, die auch ökologische Anforderungen bediene. Die Erweiterung des Rückhaltebeckens ist so geplant, dass die Landschaft geschont und Betriebs- und Wartungskosten gering gehalten werden können.

Die reinen Baukosten sind mit rund 886000 Euro veranschlagt. Der Zuschuss der Bezirksregierung Köln beläuft sich auf 60 Prozent. Der Rest muss von den Projektpartnern getragen werden. Wenn das Wetter mitspielt, will man noch in diesem Jahr mit dem Hochwasserbecken fertig sein.

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