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Am SchulzentrumFeuerwehr Rösrath bekommt einen eigenen Übungsturm

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Feuerwehrleute vor einer Hauswand, die eine Leiter hochstemmen.

Auch das korrekte Aufstellen und Sichern von Leitern muss geübt werden, wie hier in Bergisch Gladbach.

Nahe der Dreifachturnhalle entsteht eine multifunktionale Übungsfläche. Baubeginn ist für August 2026 geplant.

Die Freiwillige Feuerwehr Rösrath bekommt einen eigenen Übungsturm. Am Freiherr-vom-Stein-Schulzentrum entsteht eine 1100 Quadratmeter große multifunktionale Übungsfläche, wo verschiedene Szenarien nachgestellt und geübt werden können. Das berichtete die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Baubeginn ist für August 2026 geplant.

Jahrelang hatte die Freiwillige Feuerwehr bei ihren Höhenrettungsübungen auf private oder gewerbliche Gebäude zurückgreifen müssen. Und war damit stets abhängig gewesen von der Verfügbarkeit des Areals und der Zustimmung der Eigentümer. Um den Umgang mit Leitern regelmäßig zu trainieren oder Rettungsszenarien aus großer Höhe realitätsnah nachstellen zu können, war eine eigene geeignete Ausbildungsumgebung erforderlich.

Die Gesamtkosten sind mit 830.000 Euro veranschlagt

Die soll nun am Freiherr-vom-Stein-Schulzentrum in direkter Nachbarschaft zur Dreifachturnhalle entstehen. Geplant ist eine multifunktionale Übungsfläche inklusive Übungsturm mit Krananbau. Die Gesamtkosten sind mit 830.000 Euro veranschlagt.

Bereits im Mai 2025 hatten die zuständigen politischen Gremien grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Zunächst hatten Stadtverwaltung und Feuerwehr insgesamt zwei potenziell geeignete Areale ins Auge gefasst. Zum einen eine ehemals als Buswendeplatz genutzte Fläche am Ortsausgang von Hoffnungsthal. Zum anderen die Fläche oberhalb der Dreifachsporthalle am Schulzentrum.

Mehrere Faktoren sprachen für den Standort am Schulzentrum

Für den Standort am Schulzentrum sprachen schließlich mehrere Faktoren, die dann auch den Ausschlag bei der Entscheidung gaben: Das Gelände ist in städtischem Eigentum, es ist für Großfahrzeuge der Feuerwehr gut zugänglich und liegt zudem in direkter Nachbarschaft zum Kinder- und Jugendfeuerwehrhaus – dessen Infrastruktur künftig mitgenutzt werden kann. Dort befinden sich zum Beispiel Toiletten und Umkleideräume. Zudem wird erwartet, dass am Standort oberhalb der Dreifach-Sporthalle auch abendliche Übungen möglich sind, ohne dass dadurch Anwohner gestört werden.

Nach Ende der gesetzlich vorgeschriebenen Brut- und Setzzeit wurde bereits im November 2025 mit den notwendigen Rodungsarbeiten begonnen. Der Bauantrag wurde planmäßig im Januar 2026 eingereicht und ist mittlerweile genehmigt. Nun ist geplant, dass die Ausschreibungsunterlagen in Kürze veröffentlicht werden. Nach Ablauf der Angebotsfrist folgen formale, rechnerische und fachliche Prüfungen der Angebote sowie die abschließende Vergabe. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Baubeginn im August 2026.

Eingeklemmte Opfer sind aus Pkw und Lkw zu befreien

Dass der Prozess mittlerweile schon weit fortgeschritten ist, liegt auch an einem „Vorratsbeschluss“ des Bauausschusses. Der hatte bereits im Frühjahr vergangenen Jahres beschlossen, dass – sobald der Standort geklärt ist – direkt im Anschluss die Planungsleistungen für die Errichtung eines Übungsturms ausgeschrieben werden. Außerdem wurde die Stadtverwaltung ermächtigt, den Auftrag für das wirtschaftlichste Angebot zu erteilen.

Das neue Areal soll der Freiwilligen Feuerwehr Rösrath eine Ausbildungsumgebung mit Trainingsmöglichkeiten bieten, die bislang nicht im Stadtgebiet verfügbar war. Ziel ist es zum einen, Feuerwehrleute auf dem Gebiet der „schweren technischen Hilfeleistung“ auszubilden. Dabei geht es darum, eingeklemmte Opfer aus Pkw und Lkw zu befreien. Dafür werden jährlich 25 bis 30 Übungs-Pkw benötigt, wie die Feuerwehr zu einem früheren Zeitpunkt erläuterte.

Auch das Arbeiten mit Seilwinden steht auf dem Übungsplan

Außerdem ist vorgesehen, die Rettung aus Höhen und Tiefen zu trainieren, und zu lernen, wie Leitern korrekt aufzustellen und zu sichern sind, sowie Arbeiten mit Seilwinden zu üben. Darüber hinaus soll das Aufgleisen von Draisinen trainiert werden - damit die Feuerwehrleute bei Ereignissen im Bereich der Bahn Draisinen für den Material- und Personaltransport auf die Schiene setzen können. Außerdem steht auf dem Programm hier, Szenarien zur Kaminbrandbekämpfung zu trainieren.

Der Turm erhält für Übungszwecke einen Krananbau, das ist ein kranartiger Ausleger, der waagerecht herausragt. Damit kann das Arbeiten an Konstruktionen simuliert werden, die über eine Kante hinausragen. Zugleich können die Einsatzkräfte üben, sich in der Höhe ohne festen Boden unter den Füßen an einer Konstruktion entlangzubewegen. Beides ist relevant zum Beispiel für Arbeiten an Industrieanlagen oder an Gebäudevorsprüngen. Auch Nass- und Trockenleitungen sollen auf dem Gelände installiert werden.