Beim Rosenmontagszoch in Rösrath waren 35 Gruppen mit erstmals 1000 Teilnehmenden unterwegs.
RosenmontagszugRösrath feiert bunt und laut

Die Gruppe „Gesucht & Gefunden“ ist generationenübergreifend beteiligt. Hier ergeben viele Teile ein Ganzes.
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Diese Geburtstagsfeier kann sich sehen lassen: 24 goldglänzend verpackte Geburtstagsgeschenke auf zwei Beinen. Mittendrin das Geburtstagskind Monika Simons, ebenfalls in golden schimmernde Folie gehüllt und mit einer staatlichen Geburtstagskuchen-Pyramide auf dem Kopf. Unter dem Motto „Alaaf mer dun et für Moni“ erfüllte sich für die seit heute 58-Jährige ein Herzenswunsch. Zusammen mit Freundinnen, Freunden, Arbeitskolleginnen und -kollegen reihte sie sich als Fußgruppe „Monis Tortenbande“ in den Rösrather Rosenmontagszug ein.
Die pure Geburtstagsfreude war auch beim Tennisclub Rösrath TCR zu spüren, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Die „Topspin-Raketen“ waren in Blau-Weiß unter dem Motto „Kölsch & Volley“ unterwegs – erstmals seit zehn Jahren, damals zum 40. ihres Vereins. Bis zum nächsten Mal dauere es hoffentlich nicht noch einmal zehn Jahre, lacht Zugleiter Detlef Sander, der diese Aufgabe in diesem Jahr schon zum dritten Mal übernommen hat.

Heinz Knop (91) und sein fünfjähriger Urenkel haben es sich in ihrem Gefährt gemütlich gemacht und freuen sich, dabei zu sein.
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Zu seinem Geburtstag macht der TCR auch allen Rösratherinnen und Rösrathern ein Geschenk: Egal ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder Profis, alle Interessierten sind eingeladen, ab Mai 2026 einfach mal vorbeizuschauen und reinzuschnuppern. „Alaaf – mer dun et för Rösrath“ lautet denn auch das diesjährige Motto des Rösrather Zuges, angelehnt ans Kölner Motto zur Feier und Wertschätzung des Ehrenamts.
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Auch für den Zugleiter gab es diesmal besonderen Grund zur Freude: Mit 35 Gruppen könne man „erstmals die Marke von insgesamt 1000 Teilnehmenden knacken.“ Mit viel guter Laune, Musik und Energie trotzten die zahlreichen kleinen und großen Jecken am Straßenrand Schneematsch und wolkenverhangenem Himmel.

Die „Pänz vum Pannhof“ hüllten sich in himmelblaue Zauberermäntel. „Ihr habt uns verzaubert!“ lautete denn auch ihr Motto aufs Dreigstirn 2025 im blauen Zylinder
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Mit entschiedenen „Kamelle“-Rufen ließen sie es immer wieder neue Schauer Süßes regnen. Was nicht direkt seinen Weg in die mitgebrachten Kamellebüggel fand, wurde schnell aus Schneeresten und Schmelzwasser von der Straße geklaubt und eingepackt. Bunt kostümiert als Fußgruppen, begleitet von bis unters Dach mit Kamelle gefüllten Bagagewagen, oder auf Festwagen folgten die Jecken dem voranziehenden Bläsercorps Much.
Die „Pänz vum Pannhof“ hüllten sich in himmelblaue Zauberermäntel, bedruckt mit leuchtend goldenen Sternen. „Ihr habt uns verzaubert!“ lautete denn auch ihr Motto aufs Dreigstirn 2025 im blauen Zylinder. Kinder und Erwachsene der Kita Villa Hügel Family & Friends feierten nach dem Motto „Et Wetter jeck, et Hätz is bunt - Villa Hügel, dat jeht rund.“ Sie sorgten als Wolken, Schneeflocken, Sonnenschein, Regenbogen oder Regen zusätzlich für wechselhaftes Wetter auf den Rösrather Straßen.

Auf die erfolgreiche Arbeit beim Vereinsnachwuchs spielte die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Rösrath mit ihrem Motto „Wir ‚Schützen‘ pflegen Tradition“ an. Anne Hüllenhütter (l.) und Manuela Holterhöfer zauberten die Kostüme.
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Dass die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Rösrath für Brauchtumspflege steht, konnte man auch im Zug bestaunen. Unter dem Motto „Wir ‚Schützen‘ pflegen Tradition“ feierten sie in traditionellem Grün als blühende Blumenwiese. Eine Anspielung auf die erfolgreiche Arbeit beim Vereinsnachwuchs.
Bei der Gruppe „Gesucht & Gefunden“ hat der Rosenmontagszug nun schon seit 43 Jahren Tradition. Mittlerweile sind hier mehrere Generationen unterwegs. Auch die „Stümpener Musketiere“ sind bereits seit 1983 im Rosenmontagszug aktiv . Musketiere, Blumenwiesen, Zauberer - die Straßen Rösraths waren heute besonders bunt und farbenfroh. Sogar ganze Schiffe und Fischschwärme waren unterwegs, bevor das Rösrather Dreigestirn vom „Club des Frohsinns“ auf seinen Festwagen den Schlusspunkt setzte.

