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Neue RouteNeun bunte Bänke in Bergheim laden Wanderer zum Verweilen ein

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Zwei Männer sitzen auf einer Bank, hinter stehen Frauen und Männer.

Bürgermeister Volker Mießeler eröffnete mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und den Erbauern am Bergheimer See den Bunte-Bank-Wanderweg auf dem Fortunafeld.

Aufgestellt wurden die Bänke entlang einer 12,6 Kilometer langen Wanderroute. Start ist am Wanderparkplatz Neusser Straße.

Auf dem Fortunafeld, dem ehemaligen Tagebau Bergheim, können Wanderlustige neuerdings auf einem Rundweg auf neun bunten Bänken Platz nehmen und den Blick in die Natur genießen. Der Bunte-Bank-Wanderweg wurde jetzt mit den Akteuren, Vertretern von Politik und Verwaltung sowie von RWE und Naturpark Rheinland von Bürgermeister Volker Mießeler eröffnet.

Die Idee hatten Mitarbeiter des Betriebshofes, deren handwerkliches Geschick schon bei dem Holzherz vor dem Aachener Tor und dem Insektenhotel in Form des Aachener Tors vor dem Rathaus offenkundig geworden ist. Sie bauten die neun Holzbänke, die von Jugendlichen der Jugendzentren in Ahe und Quadrath-Ichendorf, der dortigen Gesamtschule und Betriebshof-Mitarbeitern mit Motiven bemalt wurden.

12,6 Kilometer lange Route

Insektenvielfalt, Wald, Gestirne und am Bergheimer See Unterwasserwelten sind einige der dargestellten Themen. An den Bänken sind Koordinaten angebracht, mittels derer im Notfall Rettungskräfte angefordert werden können. Aufgestellt wurden die Bänke entlang einer 12,6 Kilometer langen Wanderroute. Start ist am Wanderparkplatz Neusser Straße.

Über den Pilgerweg geht es im Uhrzeigersinn unter anderem zum Gipfelkreuz, zur Turbine, über Barbara- und Fortunaweg und entlang des Huddelethum, zum Bergheimer See und zurück zum Ausgangspunkt. Der Wanderweg wird auf der Wanderplattform „Komoot“ dargestellt und kann auch mittels QR-Code und über das Internet heruntergeladen werden.

„Der Wanderweg verbindet künstlerisches Engagement, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Naherholung“, sagte Mießeler. Der Betriebshof habe sich bereiterklärt, bei Bedarf weitere Bänke zu bauen. Allerdings hat das Wanderprojekt nicht nur Unterstützer. Das erfuhren Mießeler und die anderen Teilnehmer noch vor der kleinen Einweihungsfeier.

Auf dem Weg zum Bergheimer See traf die Gruppe auf die Feuerwehr, die einen kokelnden, offenbar abgestorbenen Baum zerlegte und löschte. Wehrchef Torsten Flemm sagte: „So ein Baum entzündet sich in dieser Jahreszeit nicht von selbst. Er kann schon eine ganze Weile gekokelt haben.“ An der Bank am See stellte Mießeler dann fest, dass Unbekannte offenbar Schießübungen dort abgehalten hatten, wovon Einschusslöcher in der Bank, die erst tags zuvor aufgestellt worden war, zeugten.