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Übung mit Bahn-BrandFeuerwehr Erftstadt probte Ernstfall am Bahnhof in Liblar

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Eine Feuerwehrkraft zieht einen Mann aus einem qualmenden Zugabteil.

Die Feuerwehr Erftstadt probte mit einer großen Übung einen Ernstfall.

Am Dienstagabend (30. Juni) bestand in Erftstadt keine Gefahr. Die Feuerwehr probte stattdessen mit einer großen Übung einen Ernstfall.

Ein Zug brennt, zehn verletzte Menschen befinden sich noch in der Bahn. 40 Feuerwehrkräfte und 20 Rettungskräfte sind unter anderem im Einsatz, um den Brand zu löschen und die Verletzten aus dem Zug zu befreien. Löschfahrzeuge, Rettungswagen und Notarzt stehen bereit. Alles sah in Erftstadt-Liblar nach einem Großeinsatz aus. Der Rauch kam allerdings aus einer Nebelmaschine und bei den Verletzten handelte es sich lediglich um Statisten.

Denn der Bahnhof war am Dienstagabend (30. Juni) ab 19 Uhr Einsatzort einer groß angelegten Übung der Feuerwehr Erftstadt, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Laut dem Leiter der Feuerwehr Erftstadt, Thomas Hammer, bestand keine Gefahr. „Wir proben einen Ernstfall“, wird er zitiert.

Erftstadt: Wehr musste Brand bekämpfen und zwei Personenwaggons evakuieren

Die Übung fand auf dem Durchfahrtsgleis 3 statt. „Das Szenario ist eine Brandbekämpfung samt Evakuierung von zwei Personenwaggons“, so Nils Büscher und Tobias Hainke von der Freiwilligen Feuerwehr, die die Übung vorbereitet hatten.

Der Zug sei nur noch halb in den Bahnhof eingefahren, was eine Evakuierung erschwere, berichten sie. Sieben Personen sollen sich noch in einem verrauchten Teil des Zugs in Bahnsteignähe befinden, drei Menschen im nicht verrauchten Teil außerhalb des Bahnhofs. „Alle Personen sind verletzt und müssen durch die Feuerwehr gerettet werden“, beschrieben Büscher und Hainke das weitere Szenario.

Löschfahrzeuge, Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug und Krankentransportfahrzeuge stehen an einer Straße.

Ein halbes Dutzend Löschfahrzeuge, drei Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug und Krankentransportfahrzeuge standen am Bahnhof.

Rund 40 Feuerwehrkräfte nahmen an der Übung teil, der Löschzug 1 für Ahrem, Erp, Herrig und Lechenich sowie der Löschzug 3 für Dirmerzheim und Gymnich. Dabei waren außerdem rund 20 Kräfte vom Rettungsdienst und drei im Führungsdienst sowie zehn Darstellerinnen und Darsteller, die die Verletzten spielten. Außerdem standen am Bahnhof ein halbes Dutzend Löschfahrzeuge, drei Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug und Krankentransportfahrzeuge. Nebelmaschinen sollten für realistischere Bedingungen sorgen.

Es wurde laut Hammer im Vorfeld nicht öffentlich informiert, „damit alle Einsatzkräfte ohne Vorbereitung auf das Szenario ausrücken“. Der Bus- als auch der Bahnverkehr waren demnach nicht beeinträchtigt. Nur der Individualverkehr wurde über den Bahnhofsparkplatz umgeleitet.

Die Wehr entschuldigt sich für Unannehmlichkeiten, „aber für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sind solche Übungen eminent wichtig, um im Ernstfall routiniert und ruhig die Aufgaben angehen und erfüllen zu können.“ Ein solches Szenario einer in Brand geratenen Bahn, die im Bahnhof einläuft, könne die Feuerwehr jederzeit überraschen.

Man danke insbesondere auch der Deutschen Bahn für ihre Unterstützung bei dieser Übung, so der Leiter der Wehr weiter. Eine Abstimmung gab es laut Hammer „mit allen wichtigen Institutionen und Behörden“, vom Notfallmanager der Deutschen Bahn über die Bundes- und Landespolizei bis etwa zum Ordnungsamt.