Abo

Container abgebautAn der Feuerwache in Hürth werden keine Geflüchteten untergebracht

2 min
Das Foto zeigt die Verladung eines Baustellencontainers mit einem Autokran.

Mit dem Autokran wurden die Baucontainer an der Feuer- und Rettungswache auf Tieflader verladen und abtransportiert.

Die Stadt wollte die zehn Baucontainer kaufen und umbauen, gab den Plan aber aus wirtschaftlichen Gründen auf. Jetzt wurden sie abgebaut.

Der Blick vom Hürther Bogen auf die neue Rettungs- und Feuerwache ist nun frei. Das kleine Containerdorf auf dem Eckgrundstück an der Luxemburger Straße wurde am Montag abgebaut. Mit dem Autokran wurden die zehn Baucontainer auf Tieflader verladen und abtransportiert. Ursprünglich hatte die Stadt erwogen, die Container zu übernehmen und zur Unterbringung von Geflüchteten herzurichten. Von diesen Plänen rückte sie aus wirtschaftlichen Gründen aber wieder ab.

Rund 36 Millionen Euro kostete der Bau der Feuer- und Rettungswache. Die früheren Gebäude aus den Jahren 1984 und 1987 wurden abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. Neben der hauptamtlichen Wache und dem Rettungsdienst mit insgesamt 115 hauptamtlichen Kräften ist dort auch der Löschzug Hermülheim der Freiwilligen Feuerwehr mit 70 Mitgliedern untergebracht. Im vergangenen September wurde die Wache eingeweiht.

Hürth: Umbau der Baucontainer zu Unterkünften wäre unwirtschaftlich

Die Baucontainer waren zu Beginn der Bauarbeiten im Frühjahr 2021 aufgestellt worden. Der Generalunternehmer – eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Derichs & Konertz sowie Caverion – hatte dafür einen Subunternehmer beauftragt. Nach Angaben der Stadtverwaltung gehen die Container nun an die Hersteller- und Lieferfirma zurück, werden dort aufgearbeitet und an anderer Stelle erneut eingesetzt – allerdings nicht in Hürth.

In der Stadtverwaltung gab es zunächst Überlegungen, die Container zu kaufen und in Wohnraum für bis zu 14 geflüchtete Menschen umzubauen. Der Ankauf hätte nach Angaben des Gebäudeamts rund 100.000 Euro gekostet, hinzu wären mindestens 200.000 Euro für die Herrichtung gekommen.

Unter anderem hätten Sanitärräume nachgerüstet werden müssen. Zudem war unklar, ob sich die Container überhaupt so umbauen lassen, dass sie den Anforderungen an Bauphysik und Brandschutz entsprechen. Darauf hatte die Verwaltung bereits im vergangenen Herbst im Planungsausschuss hingewiesen.

Auch spätere Überlegungen, die alten Container durch neue Wohnmodule zu ersetzen, wurden inzwischen verworfen. Aktuell sei keine Nutzung der freien Fläche auf dem Eckgrundstück zur Unterbringung von Flüchtlingen mehr vorgesehen, teilte Verwaltungssprecherin Martina Thiele-Effertz auf Nachfrage mit. Zuletzt hatte die Verwaltung im Sozialausschuss von rückläufigen Flüchtlingszahlen berichtet.