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Plan für den BrandschutzHürther Feuerwehr will Schutzziele erreichen und tagsüber stärker werden

Viele Ehrenamtliche arbeiten außerhalb der Stadt, eine geplante Tagesalarmgruppe soll die Einsatzbereitschaft verbessern; der Stadtrat entscheidet am 17. November.

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Die Wehr ist laut Stadt gerüstet.

Der Hauptausschuss der Stadt Hürth hat einstimmig die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes beschlossen. Der Bericht zeige, dass sich die Feuerwehr seit 2019 deutlich weiterentwickelt habe, so die Stadtverwaltung. Gleichwohl bestehe an einigen Punkten noch Handlungsbedarf.

Neue Feuerwache in Hermülheim bietet dreimal so viel Platz

Mit dem Neubau der Feuer- und Rettungswache in Hermülheim habe die Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft der Feuerwehr und für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gemacht. Im September 2025 hatte die Feuerwehr den Neubau mit Aufenthalts-, Schulungs- und Verwaltungsräumen, technischen Einrichtungen und Fahrzeughallen nach etwa vierjähriger Bauzeit in Betrieb genommen. Mit über 6600 Quadratmetern Nutzfläche biete die neue Wache rund dreimal so viel Platz wie bisher, so die Stadt. Moderne Werkstätten und großzügig gestaltete Räume mit entsprechender Ausstattung schafften laut Stadt optimale Bedingungen für den Feuerwehr- und Rettungsdienst.

Personal und Nachwuchs: Feuerwehr gut aufgestellt

Mit 162 ehrenamtlichen und 83 hauptamtlichen Kräften sei die Feuerwehr gut aufgestellt. Das gilt auch mit Blick auf den Feuerwehrnachwuchs: 79 Jugendliche engagieren sich in der Jugendfeuerwehr, und mit den „Minis“ würden schon die jüngsten Hürtherinnen und Hürther frühestmöglich herangeführt. Zur Kinderfeuerwehr gehören 28 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren.

Tagsüber fehlen oft ehrenamtliche Einsatzkräfte

Dennoch sieht die Stadt Handlungsbedarf: Insbesondere tagsüber fehlten häufig ehrenamtliche Einsatzkräfte, da viele außerhalb von Hürth arbeiten. Eine geplante Tagesalarmgruppe soll künftig die Einsatzbereitschaft verbessern.

Schutzziele werden bislang nicht ausreichend erreicht

Auch bei den Schutzzielen bestehe Verbesserungsbedarf. Wie die Stadtverwaltung erläutert, beschreibe ein Schutzziel den angestrebten Sicherheitsstandard, den die Feuerwehr durch den Einsatz von Personal, Fahrzeugen und Geräten innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen soll, um Menschen, Tiere, Sachwerte und die Umwelt vor Gefahren zu schützen. 2025 erreichte die Feuerwehr das erste Schutzziel bei 61 Prozent und das zweite bei 74 Prozent der untersuchten zeitkritischen Einsätze. Künftig wird ein Erreichungsgrad von mindestens 80 Prozent angestrebt.

Feuerwehrhaus in Gleuel ist zu klein

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Feuerwehrhaus in Gleuel. „Das Gebäude ist zu klein und entspricht teilweise nicht mehr den heutigen Anforderungen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Deshalb sollen eine Erweiterung oder gegebenenfalls ein Neubau geprüft werden.

Weitere Maßnahmen bei Löschwasser, Funk und Technik

Weitere Maßnahmen betreffen die Löschwasserversorgung, die digitale Funkabdeckung sowie die Erneuerung von Fahrzeugen und Technik.

Stadtrat entscheidet

Der Brandschutzbedarfsplan bildet die Grundlage für die Entwicklung der Feuerwehr in den kommenden fünf Jahren. Er mache deutlich, dass die Feuerwehr Hürth über eine gute Basis verfüge, so die Stadt. Damit sie auch künftig den steigenden Anforderungen gerecht werden könne, müssten Personal, Standorte und Ausstattung jedoch gezielt weiterentwickelt werden.

Die abschließende Entscheidung über die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes trifft der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag, 17. November. (rtz)