Auch in Brühl musste die Feuerwehr am Samstag (4. Juli) zu einem Vegetationsbrand ausrücken. Die Gefahr von Feuern in Wäldern steigt.
Trockenheit hält an4000 Quadratmeter großes Feld in Pulheim durch Brand vernichtet

In Pulheim-Sinnersdorf stand ein Feld in Flammen.
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Wegen der anhaltenden Trockenheit ist es am Wochenende zu Vegetationsbränden im Rhein-Erft-Kreis gekommen. In einem Wald bei Brühl-Vochem brannte am Samstag (4. Juli) Unterholz, in Pulheim-Sinnersdorf ein Feld. Verletzt wurde niemand.
Passanten hatten am Nachmittag im Brühler Stadtteil Vochem Rauch am Waldboden bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Für die gestaltete sich die Anfahrt zur Einsatzstelle schwierig, da diese abseits befestigter Wege mitten im Wald lag. Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr hatten aus ungeklärter Ursache Baumstämme und das Unterholz Feuer gefangen. Die Einsatzkräfte konnten verhindern, dass sich die Flammen ausbreiteten.
Pulheim: 50 Einsatzkräfte mit zehn Löschfahrzeugen waren im Einsatz
Am Vormittag desselben Tages wurde die Feuerwehr Pulheim zu einem Feldbrand an der L93 zwischen Köln-Esch und dem Pulheimer Stadtteil Sinnersdorf alarmiert. Bereits auf der Anfahrt sei starke Rauchentwicklung sichtbar gewesen, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Daher wurden weitere Einsatzkräfte zur Brandstelle gerufen. 50 Einsatzkräfte mit zehn Löschfahrzeugen waren im Einsatz.
Es brannten rund 4000 Quadratmeter Stoppel- und Getreidefeld. Gemeinsam mit der Feuerwehr Köln sowie unterstützt von Landwirten und einem Gärtnereibetrieb konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Landwirte halfen unter anderem bei der Wasserversorgung und legten Schneisen an, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. 4000 Quadratmeter entsprechen in etwa der Größe eines halben Fußballfeldes.
Zwischen Erftstadt-Lechenich und -Herrig brannte am Samstagnachmittag ein Feld. Als die Feuerwehr eintraf, hatte ein Landwirt das Feuer mithilfe eines Grubbers (landwirtschaftliches Gerät) schon auf etwa 50 Quadratmeter eingegrenzt. Durch den Einsatz von 2 C-Rohren und einer Feuerpatsche konnte es völlig gelöscht werden, berichtet ein Feuerwehrsprecher.

In Brühl brannten Baumstämme und Unterholz.
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In NRW gibt es derzeit vielerorts ein hohes Waldbrandrisiko. Betroffen sind unter anderem der Niederrhein und der Raum Köln/Bonn. Dort liegt der sogenannte Grünlandfeuerindex bei Stufe 4. Das bedeutet: sehr trockene Vegetation, rasche Brandausbreitung wahrscheinlich.
In den betroffenen Regionen gelten zahlreiche Einschränkungen und Verbote: Offenes Feuer im Wald und in dessen Nähe sowie Funkenflug sind dringend zu vermeiden, Grillen ist nur auf offiziell ausgewiesenen Plätzen erlaubt, es gilt striktes Rauchverbot im Wald und Funkenflug strikt vermeiden.
Die anhaltende Trockenheit wirkt sich auch auf die Flüsse und Bäche aus. Sie führen zum Teil nur noch wenig Wasser. Deswegen hat die Bezirksregierung Köln verboten, Wasser unter anderem aus der Erft zu entnehmen. Das betrifft alle mechanischen oder elektronischen Pump- und Saugvorrichtungen. Bei Verstößen werden Bußgelder bis zu 50.000 Euro fällig. Von Hand oder zum Tränken von Vieh ist eine Wasserentnahme weiter erlaubt – ebenso genehmigte Entnahmen.
