Die Straßenbauarbeiten sollen bis Anfang September fertiggestellt werden. Kreisverwaltung will Erftradweg auf alten Erftflutkanal verlegen.
Flutkanal verfülltRenaturierung der Erft bei Erftstadt und Kerpen wohl im September fertig

Die Verfüllung des Erftflutkanals ist bereits abgeschlossen.
Copyright: Eva-Maria Zumbé
Das größte Renaturierungsprojekt des Erftverbandes und das größte in Nordrhein-Westfalen ist fast abgeschlossen: die Verlegung der Erft zwischen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Türnich.
Zur Erinnerung: Die Erft fließt dort seit Oktober durch ihr neues Bett. Von der bis dato 2,5 Kilometer langen, schnurgeraden Erfttrasse schlängelt sich die Erft seitdem durch einen 5,5 Kilometer langen, kurvenreichen und naturnahen Bachabschnitt. Dieser soll auch den Hochwasserschutz verbessern.
Renaturierung der Erft: Gesamtmaßnahme soll bis Anfang September fertiggestellt werden
Der alte sogenannte Erftflutkanal ist trockengefallen. Nachdem das Wasser 2025 in die neue Aue geleitet wurde, wurde der Erftflutkanal leergepumpt. Das Wasser landete wieder in der Erft, auch die Fische wurden vorher gefangen und umgesetzt.
Die Verfüllung des Erftflutkanals ist abgeschlossen
Der Flutkanal wurde nun mit Erdreich verfüllt. Der Erftverband teilt auf Anfrage mit: „Die Verfüllung des Erftflutkanals ist abgeschlossen.“
Welche Arbeiten noch erledigt werden müssen? Jetzt beginnen laut dem Erftverband die Straßenbauarbeiten. „Es ist weiterhin geplant, diese bis Anfang September fertigzustellen.“ Damit sei dann auch die Gesamtmaßnahme abgeschlossen, heißt es weiter.

Der Erftflutkanal ist bereits verfüllt worden, nun beginnen die Straßenbauarbeiten.
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Zum Vergleich: So sah der verfüllte Erftflutkanal noch vor wenigen Monaten aus.
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Im Sommer 2024 hatten die Bauarbeiten in der Erftaue zwischen Gymnich und Türnich begonnen. Für die Erft-Verlegung bewegte der Verband rund 280.000 Kubikmeter Boden. Die Kosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Das Land NRW fördert die Renaturierung mit dem Höchstsatz von 80 Prozent.
Erftstadt/Kerpen: Erftradweg soll auf zugeschütteten Erftflutkanal verlegt werden
Für den nicht mehr benötigten Erftflutkanal gibt es bekanntlich neue Pläne: Dort soll künftig der Erftradweg verlaufen. Die Kreisverwaltung möchte ihn auf einer Breite von bis zu 4,5 Metern ausbauen und als Radweg ausweisen. Der bestehende Erftradweg unmittelbar neben der Kanaltrasse bleibe erhalten und soll künftig Fußgängern vorbehalten sein.
Zwar ist der entsprechende Tagesordnungspunkt im jüngsten Verkehrsausschuss abgesetzt worden. Grund dafür war, dass die Vorlage noch nicht fertiggestellt war, wie die Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilt. Am Donnerstagabend (25. Juni) stand die Einreichung eines Zuwendungsantrages nach den Förderrichtlinien Nahmobilität nun im Kreisausschuss zur Debatte.
Der Kreis muss dafür in Vorleistung gehen. Das bedeutet: Man müsse dazu bereit sein, „eine Maßnahme bis zur Erteilung des Bewilligungsbescheides in voller Höhe vorzufinanzieren und das Risiko einzugehen, die Kosten im ungünstigsten Fall in voller Höhe alleinig zu tragen“.
Die Baukosten werden auf etwa 800.000 Euro geschätzt, etwa 50.000 Euro kommen an Grunderwerbskosten und für die Vermessung hinzu. Am 2. Juli berät der Kreistag.
