Der Erftverband und die Stadt Bedburg gehen als Folge des Starkregens im September 2025 eine Reihe von Maßnahmen an.
ÜberschwemmungsschutzHohenholzer Graben in Bedburg soll mehr Wasser aufnehmen können

Der Hohenholzer Graben soll im Fall eines weiteren Starkregens vor Überflutungen schützen. Stadt und Erftverband nehmen nun eine Reihe von Maßnahmen in Angriff.
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Der 9. September 2025 ist ins Gedächtnis vieler Bedburger eingebrannt: Das Unwetter brachte Regen in nie gekannten Massen, in zahlreichen Ortsteilen liefen Keller voll, waren Kanäle überfordert. Besonders hart hatte es das Neubaugebiet Ressourcenschutzsiedlung in Kaster getroffen. Dort gehen der Erftverband und die Stadt Bedburg die Verbesserung des Hochwasserschutzes nun gemeinsam an.
„Der Hohenholzer Graben wird zum Hochwasserschutz so ausgebaut, dass er die neu ermittelten Bemessungsabflüsse schadfrei abführen kann“, teilt der in Bergheim ansässige Erftverband mit. Hierfür würden mehrere Durchlässe umgestaltet und der Uferweg zu einem Schutzdamm umgebaut. Um zusätzlich gegen Starkregen und unkontrolliert abfließendes Wasser gewappnet zu sein, soll ein „Wegeseitengraben“ entlang der Ressourcenschutzsiedlung ertüchtigt werden.
Bedburg: Überlauf für das Versickerungsbecken
Das vorhandene Versickerungsbecken am Rand der Siedlung, das beim Starkregen vollgelaufen war, erhält nach Angaben des Erftverbands einen Überlauf, so dass künftig überschüssiges Wasser gezielt in Richtung Hohenholzer Graben geführt wird. Ganz flott wird es allerdings nicht gehen. Wie der Erftverband mitteilt, dauert allein die Planung ein Jahr, danach beginnt das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren.

Der Hochwasserschutz an der Ressourcenschutzsiedlung in Kaster ist derzeit nur provisorisch. Stadt und Erftverband nehmen nun eine Reihe von Maßnahmen in Angriff.
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Zudem plant die Stadt, rund 110 Hektar Wald an der Königshovener und Kasterer Höhe aus Privatbesitz zu erwerben, durch den sich der Hohenholzer Graben zieht. „Beim Kauf des Waldstücks sind wir sehr optimistisch, dass wir dieses Thema im Sommer finalisieren können“, sagt Nico Schmitz von der Stadtverwaltung. Weiterer Grunderwerb ist in Grottenherten geplant, um dort ein Regenrückhaltebecken zu bauen. So könnten weitere Überschwemmungen vor allem an der immer wieder betroffenen Butterstraße vermieden werden.
Im ebenfalls schon mehrfach bei Starkregen in Mitleidenschaft gezogenen Ortsteil Oppendorf will ein ansässiger Landwirt in Zusammenarbeit mit der Stadt für einen Überschwemmungsschutz sorgen und seinen Acker mit einem Damm versehen und einen Abfluss in Richtung Pützbach gestalten.
Gemeinsam mit dem Erftverband will die Verwaltung außerdem ein Frühwarnsystem im Stadtgebiet installieren. Messgeräte sollen kritisch ansteigende Gewässer und Fließe rechtzeitig melden, um zum Beispiel Feuerwehr, Stadtverwaltung und Erftverband mehr Zeit zum Reagieren zu verschaffen. An einem Starkregenmanagement wird derzeit gearbeitet.
