Lohmar – Anwohner des Birkenwegs schlagen Alarm: Auf einem Grundstück wurden hohe Bäume gefällt, statt zuvor ein Einfamilienhaus ist dort der Bau von fünf Häusern geplant, das erhöhe die Gefahr von Überflutungen, meinen Alica Shalaby und ihre Nachbarn.
Durch die Versiegelung sei „davon auszugehen, dass schwere Schäden bei den angrenzenden Häusern und in der Umgebung bei dem nächsten Unwetterereignis unvermeidbar sind“, heißt es in einem Schreiben an Verwaltung und Fraktionen.
Neutraler Gutachter für Hausbau in Lohmar gefordert
Schon jetzt reiche die Kapazität der Kanalisation nicht aus, vor allem angesichts der wachsenden Zahl der Neubauten in den vergangenen zehn Jahren ringsum. Nach starken Regenfällen sei der abschüssige Birkenweg mehrfach überflutet gewesen, sei Schmutzwasser, zum Teil mit Textilien, aus den Gullis gequollen. Das betreffe auch die Ecke Auf der Hardt. Im vergangenen Jahr seien unterhalb des Baugrundstücks Sickergruben und Keller vollgelaufen.
Die Anwohner fordern nun eine „aktuelle, neutrale und transparente Begutachtung durch einen qualifizierten Gutachter“, um gegebenenfalls die Kanalisation „tiefbaumäßig anzupassen“ und schlimmere Folgen zu verhindern. Die Lage zu ignorieren, sei „grobe Fahrlässigkeit“.
Das könnte Sie auch interessieren:
Die Stadtverwaltung weist die Bedenken zurück. „Das Bauvorhaben wurde durch die Bauaufsicht mit Einbindung des Tiefbauamtes, das die gesicherte Erschließung sowohl in verkehrlicher Sicht als auch bezüglich der Entwässerung prüft und bescheinigt, genehmigt“, heißt es in einer Stellungnahme.
Die Baumfällung sei erlaubt gewesen, da die Flächen im Innenbereich nicht dem Natur- und Landschaftsschutz unterliegen und Lohmar keine Baumschutzsatzung hat.