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Hochwasser-LageRheinpegel erreicht Scheitelpunkt in Köln und Bonn – Voraussage unklar

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Der Rheinpegel steigt derzeit stark.

Der Rheinpegel steigt derzeit stark.

Der Rhein ist in Köln und Region innerhalb kurzer Zeit stark angestiegen. Erste Maßnahmen wurden getroffen.

Die vermehrten Niederschläge in den vergangenen Tagen haben Folgen für den Pegel des Rheins. Der Wasserstand ist aktuell bereits stark gestiegen. In Köln etwa stieg der Pegel von Donnerstag auf Freitag (13. Februar) um 1,46 Meter. Die Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz gab aber vorerst Entwarnung. Demnach könnte der Scheitelpunkt am Montag (16. Febraur) erreicht worden sein.

Starker Anstieg des Rheinpegels in Köln und Bonn

Am Montagmorgen (16. Februar, Stand 10.15 Uhr) lag der Rheinpegel in Köln bei 5,99 Metern. In Bonn ergab der Messwert um die gleiche Uhrzeit 5,69 Meter. Die Kurven für die Wasserstände im Rhein deuteten zunächst weiter nach oben. Doch am Montag könnte der Scheitelpunkt erreicht worden sein.

In der Nacht zum Montag (16. Februar) der Höchststand von 6,16 Metern erreicht. Anschließend ging die Kurve wieder leicht nach unten. Die Vorhersage für die kommenden Tage ist allerdings nicht eindeutig. Demnach könnten die Wasserstände im Rhein in Köln und Bonn anschließend auch wieder ansteigen.

Am Sonntag (15. Februar) hat es erneut wieder starken Niederschlag in der Region gegeben. Womöglich könnte die Pegelmarke noch einmal nach oben gehen. Aber vorerst scheint die Hochwassergefahr gebannt.

Hochwasser in Köln und Bonn erwartet – Erste Maßnahmen

Ab einem Pegel von 6,20 Metern wird in Köln die Hochwassermarke I erreicht. Es gelten dann erste Einschränkungen für die Schifffahrt. Flussabwärts dürfen Schiffe demnach nicht schneller als 20 Kilometer pro Stunde fahren, um Wasserwellen am Ufer zu vermeiden.

In Bonn wird bei einem Wasserstand zwischen 5 bis 7,4 Metern von einem kleinen Hochwasser gesprochen. „Das Tiefbauamt der Stadt stellt Hinweisschilder auf, sperrt erste Zufahrten, unter anderem in der Gronau und im Bonner Norden zum Rheinufer, und wird die Lage weiter beobachten“, erklärte ein Pressesprecher der Stadt Bonn.

Köln: Abschleppgefahr für Autos in Rheinnähe

Auch in Köln werden bereits ab einem Rheinpegel von 4,5 Metern erste Maßnahmen im Kanalnetz durchgeführt. Ab einem Wert von 5,5 Metern wird eine kleine Hochwasserschutzzentrale eingerichtet. „Der Leinpfad wird stellenweise schon angeflutet und muss bereits abgesperrt sein“, teilt die Stadt mit.

Ab einem Pegel von 5,8 Metern in Köln muss der Parkplatz an der Bastei gesperrt werden. Autofahrer sollen ihre Autos deshalb umparken, falls sie in Ufernähe abgestellt sind. Andernfalls werden die Fahrzeuge in den gefährdeten Bereichen abgeschleppt, sagt die Stadt laut. Die Kosten dafür müssen die Halter tragen, berichtet der WDR.

Ab 6,2 Metern gibt es dann wie in Bonn auch in Köln erste Einschränkungen für die Schifffahrt. Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und im mittleren Stromdrittel fahren.

Hochwasser in Köln und Region: Ordnungsdienst kontrolliert gefährdete Bereiche

Der Kommunale Ordnungsdienst kontrolliert die gefährdeten Bereiche entlang des Rheins, um kurzfristig reagieren zu können. Wie sich die Lage in den kommenden Tagen weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Auch an der Sieg zeichnen sich die steigenden Pegelstände ab. Bei Sankt Augustin musste am Freitag bereits der Weg entlang der Sieg gesperrt werden. Der Uferweg zwischen Buisdorf und Meindorf auf Sankt Augustiner Seite steht schon teilweise unter Wasser.