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Kommentar zu Corona-LockdownDas Hüpfen von Gipfel zu Gipfel macht die Republik kirre

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Merkel Maske PK

Bundeskanzlerin Angela (Archivbild)

Beim Corona-Gipfel kam heraus, was zu erwarten war: Der Lockdown wird verlängert. Zwar sind Abstufungen geplant – allen voran für Schulen und Kindergärten sowie für Friseure. Der Rest der Republik aber soll so eingefroren bleiben, wie es die Natur draußen gerade vormacht. Das ist einerseits richtig und eine Lehre aus dem Herbst, als zu  viele Ministerpräsidenten nicht so wollten, wie Angela Merkel wollte: dichtmachen. Andererseits hat die Ministerpräsidentenkonferenz gezeigt, was bereits die anderen Ministerpräsidentenkonferenzen zeigten: So, wie es ist, kann es nicht bleiben.

Bis zuletzt sind alle davon ausgegangen, dass wir die Seuche in Bälde hinter uns haben. Nur: Diese Hoffnung ist trügerisch. Denn Experten sagen voraus, dass sich hinter der abflauenden zweiten Welle bereits die dritte Welle aufbaut – mit offenbar auch tödlicheren Mutanten.

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So führt womöglich kein Weg daran vorbei, dauerhaft – also bis 2022 oder länger – mit dem Virus zu leben. Dafür bieten sich  Stufenpläne an – vorausgesetzt, sie sind streng genug. Solche Pläne böten allen Beteiligten eine längerfristige Perspektive.

Weiter im Rhythmus von Gipfeln zu lockern oder zu schließen, macht die Republik kirre.  Bei der Bevölkerung entsteht der Eindruck von Willkür. Angesichts der Tatsache, dass Eltern, Gewerbetreibende und Kulturschaffende am Ende ihrer psychischen Kräfte und ihrer finanziellen Möglichkeiten sind, sollten sich die Verantwortlichen diesen Eindruck nicht leisten.