Conference LeagueSo feiern FC-Fans die Rückkehr auf die europäische Bühne

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Die Fans des Kölner Vereins stimmten sich schon am Nachmittag auf dem Vorplatz des Stadions auf das Play-off der Liga ein.

Köln – Nachdem Deutschland in der Europa Conference League 2021/22 Union Berlin ins Rennen schickte, darf in dieser Saison der 1. FC Köln dem Traum vom Pokal hinterherjagen: Zum Saisonauftakt ging es für die Kölner Elf beim Play-off-Hinspiel gegen den ungarischen Verein Fehérvár FC auf den Rasen des RheinEnergie Stadions. Die Partie endete allerdings mit einem vorläufigen Rückschlag für alle FC-Fans. Die Gäste aus Ungarn gewannen das Hinspiel mit 2:1. Nun müssen die Kölner in einer Woche das Duell erst noch drehen.

Bereits im Vorfeld der Partie wurde der 1. FC Köln als Favorit gehandelt, die Ungarn galten als Underdog. Entsprechend kämpferisch gab sich auch FC-Trainer Steffen Baumgart, als er verkündete, mit der stärksten Elf auflaufen und alles für ein sehr gutes Ergebnis tun zu wollen.

Ähnlich motiviert gingen auch die Fans des Kölner Vereins ins Spiel, die sich schon am Nachmittag auf dem Vorplatz des Stadions auf das Play-off der Liga einstimmten: „Ein Sieg des FC ist eigentlich Pflicht, alles andere wäre peinlich”, erklärte etwa der Kölner Patrick, bevor er seine Aussage dann doch noch ein wenig relativierte: „Man weiß fast nicht, was auf einen zukommt. Zwei Runden der Conference League zu überstehen wäre aber auf jeden Fall schon schön.”

Eine gewisse Spannung liegt in der Luft

Trotz der Favoritenrolle des 1. FC Köln lag auch am RheinEnergie Stadion eine gewisse Spannung in der Luft - immerhin konnte sich Union Berlin im Vorjahr für die Gruppenphase qualifizieren, die Zwischenrunde aber erreichte die Elf aus der Hauptstadt nicht. Das wollen die Kölner in dieser Saison natürlich besser machen: „Ich denke schon, dass der FC das Potenzial hat, es über die Gruppenphase hinaus zu schaffen”, sagte auch Stefan, der sich auf der Bahnfahrt Richtung Stadion mit Freunden in Laune für das Playoff brachte: „Die Stimmung ist euphorisch, die Leute lechzen danach, endlich mal wieder auf der europäischen Ebene spielen zu können“, so der 30-Jährige.

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Das liegt für den 1. FC Köln nämlich schon länger zurück, der zuletzt 2017 auf der Fußballbühne Europas zur Darbietung seiner Fähigkeiten schreiten durfte. Damals schieden die Kölner jedoch schon in der Gruppenphase aus, was durch eine Niederlage gegen den Roten Stern Belgrad besiegelt wurde. Auf der Elf von Steffen Baumgart lastet in diesem Jahr also ein gewisser Druck, will sie den Fans doch beweisen, dass die Kicker aus der Domstadt auch im europäischen Wettbewerb bestehen können.

Keine mangelnde Hingabe und Motivation

Die Anhänger des 1. FC Köln zumindest ließen am Donnerstag keine mangelnde Hingabe und Motivation erkennen: Schon Stunden vor dem Spiel brachten übervolle Bahnen der KVB Fans zum Stadion und in die umliegenden Kneipen. Julie und Jörg sind sogar extra aus Bütgenbach in Ostbelgien angereist, um ihren Verein, den Effzeh, anzufeuern.

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Jörg und Julie sind mit ihrem Fanclub extra aus Belgien angereist, um dem 1. FC Köln die Daumen zu drücken.

Die beiden sind Mitglieder im Fanclub „Cologne Power East Belgium“ (CPEB), der sich seit dem Jahr 2000 dem Kölner Fußball verschrieben hat: „Wir sind durch unsere Vorfahren FC-Fans geworden“, erklärte Jörg, der eine Dauerkarte für die Nordkurve hat und laut dem der belgische Fanclub mehrere hundert Mitglieder zählt.

Zusammen mit Julie und Jörg sind 80 weitere von ihnen an diesem Tag nach Köln gefahren: „Ich wünsche dem 1. FC Köln eine gute Saison und bin zuversichtlich, dass er die - mit diesem Trainer - auch hat. Das zumindest wünsche ich dem FC“, erzählte Jörg, der auf ein 4:1 für die Kölner tippte. Seine Begleiterin Julie hingegen schloss ein Gegentor der Elf aus Ungarn aus und prophezeite ein 2:0 für die Jungs von Steffen Baumgart.

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