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Polizei verhängt BetretungsverboteBrisantes FC-Duell gegen Schalke unter Beobachtung

Mit dem Heimspiel gegen Schalke 04 erwartet den FC das nächste brisante Duell, bei dem das Thema Sicherheit im Fokus steht.

Der Polizeieinsatz im Rhein-Energie-Stadion.

Die Polizei zog beim FC-Derby gegen Gladbach im Stadion auf.

Nicht nur sportlich steht der 1. FC Köln beim Heimspiel gegen Schalke 04 am Samstag (24. Oktober 2026, 15.30 Uhr/Sky) unter Beobachtung. Nach dem Gewaltausbruch auf der Nordtribüne beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach ist das Thema Sicherheitskonzept auch beim Gastspiel von Königsblau akut.

Die Heimspiele gegen Kontrahenten aus Nordrhein-Westfalen sind für den FC aus organisatorischen Gründen eine neue Herausforderung, seit die sogenannte Stadionallianz NRW vor Beginn der Saison neu gestaltet wurde. Was beim ersten Härtetest gegen den Erzrivalen schiefging, steht gegen die ebenfalls nicht allzu beliebten Schalker erneut auf dem Prüfstand.

FC-Derby gegen Gladbach wurde unterbrochen

Erneut hat der FC innerhalb des Stadions eine größere Verantwortung als bisher, die Polizei soll sich dafür weitgehend zurückziehen. Gegen Gladbach mussten die Beamten im Oberrang dann aber doch aufziehen, als am Übergang zwischen Heim- und Gästebereich die Fäuste flogen. Zuvor hatten Gladbach-Chaoten zwei Trennwände aus Plexiglas zerstört.

Die anschließenden Szenen inklusive einer Spielunterbrechung wegen geworfener Pyrotechnik in aufgeschaukelter Atmosphäre waren genau das, was der FC unbedingt vermeiden wollte – auch wenn Geschäftsführer Philipp Türoff (50) in einer ersten Reaktion noch beschwichtigt hatte.

„Gewaltexzesse im Stadion wie beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach sind nicht akzeptabel. Nach den Vorfällen haben wir konstruktive Gespräche mit unseren Kooperationspartnern geführt“, sagte Polizei-Einsatzleiterin Mareike de Valck.

Kurz nach dem Derby hatte es bei der Aufbereitung noch öffentliche Vorwürfe gegeben: Die Gewerkschaft der Polizei kritisierte den FC für angeblich zu lasche Kontrollen und zu wenige Ordner. Das Kölner Fangprojekt „Fans1991“ bemängelte das Statement der Gewerkschaft und schrieb in einer Einschätzung: „Sicherheit im Stadion braucht Verantwortung – keine vorschnellen Schuldzuweisungen.“

Einsatzleiterin de Valck stellte nun auch noch einmal klar: „Ob und wie gut die Stadionallianzen NRW funktionieren, bewerten wir aber nicht nur anhand einzelner Spieltage.“

Schalke ist nun direkt das nächste heiße Pflaster. Durch die Freundschaft der Kölner Fanszene zum Lager von Borussia Dortmund zählen die Knappen nicht gerade zu den Lieblingsgegnern, zumal sie ihrerseits in jüngerer Vergangenheit intensivere Kontakte zu den Ultras von Borussia Mönchengladbach knüpften. Entsprechend gilt die Begegnung auch als Risikospiel.

Bereits im Vorfeld ist die Polizei Köln tätig geworden und hat Bereichsbetretungsverbote gegen zehn Anhänger des 1. FC Köln und sechs Anhänger des FC Schalke 04 erlassen. Weitere 55 Kölner Anhänger erhielten im Vorfeld durch die Polizei Köln eine Gefährderansprache.

Wie „Bild“ berichtet, legt außerdem der FC im Stadion nach, will den brisanten Bereich rund um den Gästeblock mit einem größeren Ordner-Aufgebot sichern. So sollen sich die Scharmützel zwischen den Fanlagern gar nicht erst zu handfesten Schlägereien hochschaukeln.

Für den Fall der Fälle soll die Polizei außerdem wieder stärker in Bereitschaft sein, nachdem es vor zwei Wochen fünf Minuten gedauert hatte, ehe die Einsatzkräfte auf die Nordtribüne gestürmt waren, um dort wieder für Ordnung zu sorgen. (red)