Tom Krauß bleibt beim 1. FC Köln, unterschreibt bis 2029 – Kristoffer Lund muss wieder gehen.
Krauß bleibt, Lund geht1. FC Köln trifft Entscheidungen bei Leihspielern

Tom Krauß will auch in der kommenden Saison im Trikot des 1. FC Köln jubeln.
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Der 1. FC Köln hat eine weitere Kaderentscheidung bekanntgegeben. Tom Krauß, in der vergangenen Saison von Mainz 05 ausgeliehen, wird seine Wanderjahre vorerst beenden und mit 24 Jahren sesshaft werden. Durch den Klassenerhalt und eine bestimmte Zahl absolvierter Spiele griff die im Leihvertrag verabredete Kaufpflicht, Köln zahlt 3,5 Millionen Euro für die Dienste des gebürtigen Leipzigers.
Krauß überzeugte beim FC fußballerisch, präsentierte sich aber auch kampfstark und als leidenschaftlicher Anführer einer Mannschaft, in der Führungsspieler rar gesät sind. In der Schlussphase der Saison spielte Krauß zudem mit angerissenem Innenband im Knie und bewies Nehmerqualitäten. „Wir freuen uns sehr, dass Tom auch in Zukunft das FC-Trikot tragen wird. Er ist ein Spieler, der auf und neben dem Platz viel Emotionalität, Leidenschaft und Identifikation mitbringt“, sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler.
Krauß unterschrieb einen Vertrag bis 2029 – sollte er ihn erfüllen, wäre das seine vorerst längste Profistation. Nach seiner Ausbildung bei RB Leipzig wurde er der erste gebürtige Leipziger, der für den Klub des Getränkegiganten in der Bundesliga spielte. Anschließend verlieh ihn RB zweimal: zunächst zum 1. FC Nürnberg, wo er zwei Spielzeiten lang ebenso Stammspieler war wie im Jahr darauf bei Schalke 04.
Dann transferierte Leipzig den Spieler zu Mainz 05, wo er eine Saison spielte, dann aber für ein Jahr an Luton Town in die zweite englische Liga ausgeliehen wurde. Nach einer Rückrunde in Bochum wechselte er im vergangenen Sommer nach Köln, doch schon damals sagte er, dass er langsam zur Ruhe kommen wolle – gern beim FC.
Diese Hoffnung hat sich nun erfüllt. „Das Allerwichtigste für mich war, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Ich bin extrem froh und stolz, dass wir dieses Ziel zusammen mit unseren Fans und der ganzen Stadt erreicht haben. Ich freue mich auf die neue Saison beim FC und werde auch in Zukunft alles dafür geben, damit wir in der Bundesliga bleiben.“
Wir freuen uns sehr, dass Tom auch in Zukunft das FC-Trikot tragen wird. Er ist ein Spieler, der auf und neben dem Platz viel Emotionalität, Leidenschaft und Identifikation mitbringt
Kessler hob die Opferbereitschaft des Mittelfeldspielers hervor. „Gerade in der entscheidenden Phase der vergangenen Saison hat er trotz einer schmerzhaften Knieproblematik alles dafür getan, sich in den Dienst der Mannschaft und des 1. FC Köln zu stellen. Das sagt sehr viel über seinen Charakter und seine Mentalität aus. Solche Spieler tun einer Mannschaft gut. Wir sind überzeugt davon, dass Tom mit seiner Qualität und seiner Art ein wichtiges Puzzleteil in unserer Kaderplanung sein wird und dazu beitragen kann, unsere gemeinsamen Ziele in der Bundesliga zu erreichen.“ Krauß war in der vergangenen Saison einer von sechs Leihspielern im Kölner Kader. Cenk Özkacar, der türkische Innenverteidiger, den der Aufsteiger aus Valencia geliehen hatte, hat sich nach einem Jahr bereits wieder verabschieden müssen. Zwar hinterließ der 25-Jährige menschlich einen hervorragenden Eindruck, doch er erfüllte die Hoffnung auf einen spielstarken Innenverteidiger nur begrenzt. Außerdem lag Özkacars Jahressalär in Valencia deutlich über dem Betrag, den Köln für einen Spieler seiner Kategorie zu zahlen bereit beziehungsweise in der Lage wäre.

Kristoffer Lund wird den 1. FC Köln nach einer Saison wieder verlassen.
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Wie es mit Jahmai Simpson-Pusey (20) weitergeht, ist noch offen am Geißbockheim. Der junge Brite ist ein eher verschlossener Charakter, der wenig über sich und seine Pläne preisgibt. Auf dem Spielfeld deutete er mehrfach seine Klasse an – vor allem, wenn er ruhig dem gegnerischen Pressing widerstand und in aller Gelassenheit unter Druck das Kölner Spiel aufbaute. Der FC würde Simpson-Pusey gern halten. Dass der Spieler, der Manchester City gehört, den FC und die Bundesliga als Zwischenstation ansieht, bevor er sich in der Premier League weiter durchsetzen will, ist für die Kölner grundsätzlich kein Makel. Junge Leihspieler mit großen Ambitionen hat man gern im Kader. Für den Abwehrmann würde eine Ablöse um acht Millionen Euro fällig, auch das Gehalt des Spielers ist für Kölner Verhältnisse hoch. Da dem FC neben Rav van den Berg (21) ein körperlich überragender Zweikämpfer und Kopfballspieler fehlt, zögert man bei Simpson-Pusey bislang.
Jakub Kaminski (23) war eine positive Überraschung der vergangenen Saison. Der Pole, der beim späteren Absteiger VfL Wolfsburg keine Rolle mehr gespielt hatte, blieb per Kaufoption auch über die laufende Saison hinaus Kölner. Wie lange, ist jedoch unklar. Denn Kaminski kann den FC wieder verlassen, falls sich ein Klub findet, der eine Ablöse von etwas mehr als 20 Millionen Euro zu zahlen bereit ist. Köln plant derzeit mehrgleisig – Kaminskis Berater schaut sich nach einem finanzstarken Klub für seinen Klienten um. Für den FC wäre ein Abschied zwar ein Verlust, aber immerhin ein lukrativer. Kaminski verpasste mit der polnischen Nationalmannschaft die WM, wird aber nun noch an den Länderspielen gegen die Ukraine und Nigeria teilnehmen.
Felipe Chavez kam im Winter als Leihspieler vom FC Bayern München und zeigte vom ersten Training an, dass er ein starker Fußballer ist und damit im zentral-defensiven Mittelfeld eine Leerstelle besetzen könnte. Denn spielerische Qualität fehlte dem FC dort – allerdings auch Körpergröße, und da wird sich beim 1,77 Meter großen Teenager nicht mehr viel tun. Der 19-Jährige spielte nur knapp 100 Minuten für den FC – zu wenig, um die Kaufoption zu ziehen.
Kristoffer Lund (24) war in der zurückliegenden Saison der Feldspieler mit den viertmeisten Spielminuten beim FC. Der Linksverteidiger war vom Palermo FC aus der zweiten italienischen Liga nach Köln gekommen und hatte großen Anteil am Klassenerhalt. Allerdings kassierte Köln die viertmeisten Gegentore der Saison – an dieser Zahl war der Verteidiger beteiligt, der zudem immer wieder Schwierigkeiten am Ball offenbarte. Daher haben die Kölner entschieden, den ehemaligen US-Nationalspieler nicht weiter zu beschäftigen.

