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Leverkusens Pokalspiel gegen StuttgartGroße Ziele, kleine Kulisse

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Kann sich nicht an den Achtelfinal-Gegner des letzten Jahres erinnern: Leverkusens Trainer Peter Bosz

Leverkusen – Den ersten Tiefpunkt seiner Amtszeit bei Bayer 04 Leverkusen hat Peter Bosz weitgehend verdrängt. „Ich weiß gar nicht mehr, gegen wen wir damals gespielt haben. Das ist vorbei, das ist weg“, antwortete der Trainer der Werkself am Montag auf die Frage nach dem Aus im DFB-Pokal 2018/19. Zugegeben, ein schillernder Gegner war es nicht, der Bayer 04 vor genau einem Jahr aus dem Wettbewerb warf: Der 1. FC Heidenheim, damals Tabellensechster der 2. Bundesliga, hatte eine schlimme zweite Leverkusener Halbzeit genutzt, um verdient 2:1 zu gewinnen. Zwölf Monate später trifft Bayer 04 im Pokal-Achtelfinale wieder auf einen Zweitligisten, diesmal sogar einen erinnerungswürdigen. Der VfB Stuttgart gastiert am Mittwoch in der Bay-Arena (18.30 Uhr/Sky).

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„Der Pokal ist für uns momentan der wichtigste Wettbewerb, den wir haben“, stellte Trainer Bosz klar. Nicht, weil es der Wettbewerb ist, in dem das nächste Pflichtspiel absolviert wird. Sondern, weil er den kürzesten Weg zu einem Titel und damit die größte Chance auf das Erreichen eines der ambitionierten Leverkusener Ziele bietet. Um allerdings ernsthaft in den Kreis der Pokal-Anwärter aufzusteigen, muss die Werkself zumindest eine der beiden vorhandenen Schwächen abstellen: Entweder mit den vielen Möglichkeiten deutlich mehr Tore erzielen, oder die Zahl der leichten Gegentreffer nach einfachen Ballverlusten verringern. Sonst hätte bereits der VfB wieder Stolperstein-Potenzial. „Wenn wir oben mitspielen wollen, müssen wir vorne und hinten besser werden. Es stimmt nicht, dass wir einfach nur mehr Tore schießen müssten. Hätten wir keines kassiert, hätten wir 1:0 gegen Hoffenheim gewonnen“, sagte Bosz mit Blick auf das 1:2 gegen die TSG vom Samstag. Doch, wie in den meisten seiner Ausführungen, fand der Niederländer auch Positives: „Wenn wir so viele Torchancen herausspielen, machen wir auch viele Dinge gut. Das gibt Selbstvertrauen.“

Exequiel Palacios vor Debüt

Am Mittwochabend wird Exequiel Palacios voraussichtlich zu seinem Pflichtspiel-Debüt für Bayer 04 kommen. Der 21 Jahre alte Argentinier wurde im Winter für 17 Millionen Euro von River Plate verpflichtet, musste in der Bundesliga aber noch eine aus der Heimat mitgebrachte Rotsperre absitzen. Im Pokal ist Palacios nun spielberechtigt. Zudem fallen zwei Stammkräfte im defensiven Mittelfeld aus. Charles Aránguiz ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht in Wettkampfform (Bosz: „Das wird noch ein bisschen länger dauern bei ihm.“) und Julian Baumgartlinger muss wegen einer gegen Hoffenheim erlittenen Knieprellung pausieren. Palacios ist damit die logische Wahl für Bosz, zumal Kerem Demirbay am Samstag im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr/Sky) gelb-rot-gesperrt fehlt. „Ihn sehe Palacios als vollwertige Kraft“, sagte Bosz. Anders ist die Lage bei Edmond Tapsoba, 21 Jahre alt und 18 Millionen Euro teuer. Angesichts der Formschwäche von Jonathan Tah würde ein neuer Innenverteidiger der Werkself zwar nicht schaden, doch der Burkiner Tapsoba, gekommen von Vitória Guimarães aus Portugal, braucht noch Zeit zur Anpassung. „Edmond hat am Montag das erste Mal mittrainiert. Ich weiß nicht, ob er schon alle Namen kennt“, sagte Bosz.

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Exequiel Palacios (M.) im Winter-Testspiel gegen St. Gallen

Stuttgart muss in Leverkusen derweil auf seinen Stammkeeper verzichten, Gregor Kobel hat laut VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo Hüftprobleme. Ersatzmann Fabian Bredlow werde deshalb zwischen den Pfosten stehen. Kein gutes Omen für Bayer 04 – in Hoffenheim hatte die Nummer zwei Philipp Pentke die Leverkusener Stürmer zur Verzweiflung gebracht. „Sie sind eine der besten Mannschaften der 2. Bundesliga. Stuttgart spielt dominant, hat viel Ballbesitz“, sagte Bayers Coach Bosz. „Aber wir spielen zuhause, wir müssen gewinnen.“

Den Vorteil Heimspiel kann Leverkusen allerdings nicht komplett entfalten, nur 20.000 Zuschauer werden zur eigentlich familienfreundlichen Anstoßzeit von 18.30 Uhr in der Bay-Arena erwartet, 2600 davon aus Stuttgart.