Die Werkself sucht neue Außenverteidiger, die Trainer Carles Martinez taktische Variabilität verleihen könnten in der kommenden Saison.
WM-Finalist Facundo Medina gehandeltLeverkusens Verteidigersuche ist im Endspurt

Facundo Medina während der WM. Sein Trainer Lionel Scaloni setzte ihn auf der linken Abwehrseite ein.
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Alejandro Grimaldo hat bei Bayer 04 Leverkusen eine Lücke hinterlassen, die sich nicht allein mit Zahlen – auch wenn diese mit 145 Spielen, 30 Toren und 45 Vorlagen beeindruckend sind – beschreiben lässt. Mit dem Spanier verlor die Werkself auch eine Führungsfigur, einen Spieler, der die Defensive strukturierte und offensiv für Tempo und Spielwitz sorgte. Einen Eins-zu-eins-Ersatz für den Spanier wird es nicht geben, Grimaldo bleibt in seiner Art einzigartig. Demnach sucht Bayer 04 einen neuen, klassischen Außenverteidiger.
Bayer 04 vor Transfer-Doppelpack?
Wie das französische, seriöse Portal „Le Phocéen“ berichtet, verhandelt Bayer 04 derzeit mit Olympique Marseille über einen Transfer des argentinischen Nationalspielers Facundo Medina. Erste Gespräche über die Ablösesumme sollen bereits laufen. Offenbar prüft der Bundesligist derzeit vor allem, ob sich eine Verpflichtung wirtschaftlich darstellen lässt – Medina gilt intern nur als eine von mehreren Optionen für die Defensive. Der 27-Jährige, gelernter Innenverteidiger, wurde von Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni bei der WM zuletzt bevorzugt auf der linken Abwehrseite eingesetzt – exakt jene Position, die in Leverkusen zu besetzen ist. Sein Tempo und seine Zweikampfstärke machen ihn zu einem Spielertyp, der zur robusteren Ausrichtung passen würde, die Bayer offenbar anstrebt.
Hinzu kommt, was Leverkusen nach dem Umbruch der vergangenen Spielzeit besonders sucht: einen Spieler mit Führungsqualität. Medina, der bei Olympique Marseille zu den prägenden Figuren der Defensive zählt, würde eine solche Rolle mitbringen. Er wechselte vor einem Jahr zunächst für eine Leihgebühr von zwei Millionen Euro von RC Lens zu Marseille. Die anschließende Kaufpflicht in Höhe von 20 Millionen Euro wurde gezogen – jene Summe, die Marseille nun bei einem Weiterverkauf möglichst mit Gewinn wieder hereinholen will.
Sollte Medina bald im Rheinland aufschlagen, könnte auch auf der rechten Verteidigerposition Bewegung reinkommen. Wie der „kicker“ berichtet, ist der Marokkaner Zakaria El Ouahdi vom KRC Genk ein Kandidat. Der 24-Jährige, bei der WM als Backup für Achraf Hakimi dabei, hat einen ausgeprägten Offensivdrang, erzielte in 43 Partien zwölf Tore und legte sechs vor. Der Nationalspieler dribbelt gerne über die Außen und zieht nach innen.

Zakaria El Ouahdi läuft für Marokko auf.
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Damit hätte Leverkusens neuer Trainer Carles Martínez viele Optionen in der Abwehr: Sowohl eine defensivere als auch eine offensivere Grundordnung wären möglich. Leverkusens Jarell Quansah, bei der WM für England rechts hinten gesetzt, könnte diese Position auch bei Bayer ausfüllen – links würde bei einer Verpflichtung Medina übernehmen, die Defensive würde dadurch deutlich robuster. Mit El Ouahdi könnte Martínez das System hingegen offensiver ausrichten.