Der FC Bayern ist raus aus der Champions League, der Ärger beim Rekordmeister darüber groß.
„Note sechs“Tuchel sieht Rot und tobt nach Bayern-Aus wegen Schiedsrichter

Bayern-Trainer Thomas Tuchel verärgert an der Seitenlinie in München.
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Er war sicher nicht der Grund für das Ausscheiden des FC Bayern aus der Champions League an diesem Mittwochabend gegen Manchester City. Und doch wurde Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich zum zentralen Bestandteil des einzigen Viertelfinals mit deutscher Beteiligung, aufgrund zahlreicher zweifelhafter Einschätzungen und einer völlig diffusen Linie in einem so wichtigen Spiel.
Das bittere 1:1 im Rückspiel nach spielerisch guter Leistung bedeutete gegen die Elf von Rückkehrer Pep Guardiola das Aus für die Münchner, die sich vor allem über ihre mangelhafte Chancenauswertung ärgern mussten.
Joshua Kimmich: „Sehr ärgerlich, dass wir das 1:0 nicht machen“
So sah es auch Bayern-Führungsspieler Joshua Kimmich, der per Elfmeter den Treffer zum Ausgleich beisteuern konnte: „Wir wollten unbedingt in der ersten Halbzeit in Führung gehen. Sehr ärgerlich, dass wir das 1:0 nicht machen. Am Willen lag es nicht. Ich hätte gern gesehen, was passiert, wenn City hier in Rückstand geraten wäre“.
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Manchesters Erling Haaland jubelt nach seinem Elfmeter-Treffer in München.
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Doch dazu kam es nicht. Die Geschichte des Spiels rückte nach dem Schlusspfiff allzu schnell in den Hintergrund. Erling Haaland, der erst einen Elfmeter verschoss (37.) und im zweiten Durchgang das vorentscheidende 1:0 markierte (57.), wurde einmal mehr zum Garanten für den englischen Meister. Im Fokus der Nachberichterstattung blieben viel mehr die umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen.
Tuchels Ärger über den Schiedsrichter: „Konnte das Niveau heute nicht halten“
Für DAZN-Experte Michael Ballack war bereits während der Partie klar, dass der Spielleiter die „schwächste Leistung aller Beteiligten“ auf dem Rasen hinlegte. Im Gespräch mit Moderatorin Laura Wontorra nach dem Spiel machte zudem Bayern-Trainer Thomas Tuchel seinem Ärger mächtig Luft: „Note sechs von der ersten Minute, von der ersten Entscheidung an“, sagte der Coach und monierte, dass jede kleine Entscheidung gegen den FC Bayern ausgefallen sei.

Thomas Tuchel verfolgte die letzten Minuten der Partie von der Tribüne aus.
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Tuchel war bereits während des Spiels mit dem Referee aneinander geraten und hatte in der 86. Minute wegen Meckerns auch die Gelb-Rote Karte gesehen. Die Begegnung in beiden Spielen mit der Top-Truppe aus Manchester sah Tuchel eigentlich zu jeder Zeit offen: „Wir hatten sie wieder am Haken. Wir haben nur in 180 Minuten gar nichts bekommen an Spielglück. Zwei konnten das Niveau heute nicht halten: Der Platz und der Schiedsrichter.“
Der FC Bayern habe die kleinen Entscheidungen gebraucht und nicht bekommen, führte Tuchel aus. „Wir lagen 0:3 hinten. Aber die schlechten Entscheidungen des Schiedsrichters haben sich summiert. Ein taktisches Foul des Gegners verpufft, ein Foul an Musiala gibt keinen klaren Freistoß direkt am Strafraum. Und genau das hätten wir gebraucht. Einen abgefälschten Ball, oder einen Schuss in den Winkel. Aber dafür brauchst du diese Situationen.“
Thomas Tuchel genervt von Frage nach Verstärkungen
Auf die Frage, ob es beim Rekordmeister nun bald darum gehen müsse, einen neuen Stürmer zu verpflichten, entgegnete Tuchel genervt: „Ja, alle wollen immer Verstärkungen. Aber bevor wir an andere Sachen denken, wollen wir das Beste aus diesem Kader herausholen. Ich denke nur bis Mainz.“
Denn gegen den FSV geht es für die Bayern bereits am Sonntag in der Bundesliga weiter. Als Tabellenführer stehen die Münchener aufgrund ihrer Formschwankungen nun umso stärker unter Druck. (oke)

