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Schock um Christian EriksenFußball-Star bricht erneut zusammen, gibt aber Entwarnung

3 min
Christian Eriksen

Dänemarks Nationalspieler Christian Eriksen.

Nach seinem erneuten Kollaps meldet sich Christian Eriksen zu Wort. Seine Zukunft beim VfL Wolfsburg ist nun ungewiss.

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Ein erneuter Kollaps des dänischen Nationalspielers während einer Partie sorgt für Bestürzung. Jetzt gibt er ein Update. Seine Zukunft und die beim VfL Wolfsburg sind unklar.

Etwa 22 Stunden nach dem alarmierenden Ereignis gab Christian Eriksen (34) persönlich eine erste Mitteilung ab. Der Spieler des VfL Wolfsburg war am Sonntagabend während der internationalen Begegnung mit der Ukraine auf dem Rasen kollabiert. Über Instagram teilte der dänische Fußballprofi mit: „Ich möchte jeden wissen lassen, dass es mir gut geht und dass ich zu Hause mit meiner Familie bin“. Der Zwischenfall rief Parallelen zur EM 2021 hervor, bei der er nach einem Herzstillstand reanimiert werden musste, obgleich Eriksen dieses Mal rasch wieder ansprechbar war und ohne fremde Hilfe einen Rettungswagen erreichen konnte.

Eriksen über seinen Defibrillator: „Mein ICD hat genau das getan, wofür er entwickelt wurde“

Schon kurz nach dem Kollaps gab der dänische Fußballverband DBU eine beruhigende Meldung heraus, die Eriksen am folgenden Tag untermauerte. „Ich fühle mich gut und meine Genesung hat bereits begonnen“, teilte der 34-Jährige mit. Er konzentriere sich nun auf seine Erholung und die Zeit mit seinen Angehörigen. Ein elektrischer Impuls sei von dem seit 2021 implantierten Defibrillator (ICD) ausgegangen. Dazu äußerte sich Eriksen: „Mein ICD hat genau das getan, wofür er entwickelt wurde: Mich zu schützen, als ich ihn brauchte“.

Auslöser des Kollapses wird noch untersucht

Bisher liegt keine exakte Diagnose für den Zwischenfall vor. Morten Boesen, der dänische Mannschaftsarzt, vermutet, dass eine abermalige Herzrhythmusstörung den Kollaps verursacht haben könnte, was den Defibrillator zu einer regulierenden Impulsabgabe veranlasste. Mit Nachdruck erklärte Boesen, dass es in der jüngeren Vergangenheit keinerlei Indizien für kardiologische Probleme bei Eriksen gab. „Dann hätten wir ihn nicht spielen lassen“, bekräftigte er.

Dänische Medienberichte greifen indes eine alternative Erklärung auf und beziehen sich auf Gunnar Gislason, den Forschungsleiter des Kardiologen-Verbandes in Dänemark. Laut Gislason könnten Flüssigkeitsmangel oder eine geringfügige Krankheit die Aktivierung des Geräts bewirkt haben. Diese Hypothese legt nahe, dass der Defibrillator selbst den Zusammenbruch herbeigeführt haben könnte, denn ein solcher elektrischer Impuls könne sich anfühlen, „als würde man einen Tritt von einem Pferd gegen die Brust bekommen“.

Die Reaktion des VfL Wolfsburg

Nach Engagements bei Manchester United und Inter Mailand war Eriksen erst im zurückliegenden September zum VfL Wolfsburg gekommen. Ursprünglich waren für die laufende Woche Verhandlungen darüber angesetzt, ob der dänische Spieler dem Verein auch nach dem Abstieg aus der Bundesliga erhalten bleibt. Diese Termine wurden jedoch bis auf Weiteres verschoben.

Dieter Hecking und Christian Eriksen

Dieter Hecking und Christian Eriksen nach dem Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg. (Archivbild)

Der Sport-Geschäftsführer von Wolfsburg, Dieter Hecking, erklärte am Montag: „Im ersten Moment war es ein Schock, weil wir alle die Bilder von 2021 noch vor Augen haben“. Er bestätigte, dass ein enger Austausch mit dem dänischen Mannschaftsarzt und Eriksen direkt bestehe. „Wir sind erleichtert, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und warten jetzt die weitere Entwicklung ab. Er bekommt unsere vollste Unterstützung.“

Sportliche Laufbahn des Dänen ist offen

Es bleibt unklar, ob Christian Eriksen seine professionelle Laufbahn fortführen wird. Nach dem Herzstillstand im Jahr 2021 stand sein Entschluss fest, die Karriere nicht zu beenden. Heute, fünf Jahre später, könnte er zu einem anderen Schluss kommen. Der dänische Sportdirektor Peter Möller kommentierte: „Es liegt an Christian, einzuschätzen, was er möchte“.

Dänemark - Ukraine

Dänische Spieler unter Schock: Joakim Maehle, Andreas Christensen und Jens Stage (von links) nach dem erneuten Zusammenbruch von Christian Eriksen.

Auch für die Menschen in seinem Umfeld stellte der Zwischenfall eine enorme emotionale Belastung dar. Seine Ehefrau, Sabrina Kvist Jensen, war an seiner Seite auf dem Weg in die Klinik. Auf dem Spielfeld waren Teamkollegen wie Joakim Maehle und Andreas Christensen, die den Vorfall von 2021 ebenfalls miterlebt hatten, sichtlich von ihren Gefühlen überwältigt und weinten.

Wie bereits im Jahr 2021 stellt der dänische Verband den Nationalspielern psychologische Unterstützung zur Verfügung. „Das Team um den Krisenpsychologen steht bereit“, erklärte Möller. Zusätzlich wurde dafür gesorgt, dass kein Akteur die Heimreise alleine antreten musste. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.