Abo

Sieben Tore, sechs SchützenDFB-Team startet mit 7:1-Sieg gegen Curaçao in die WM

4 min
WM 2026 - Deutschland - Curaçao

Deutschland lässt die Muskeln spielen, Nico Schlotterbecks Jubel nach seinem Kopfballtor.

Die DFB-Elf startet mit einem Torfestival in die WM. Beim 7:1-Sieg gegen Curaçao treffen sechs verschiedene Spieler.

Ein beeindruckender 7:1-Erfolg gegen Curaçao markiert Deutschlands WM-Beginn. Sechs verschiedene Spieler treffen, während Julian Nagelsmann die Vielseitigkeit des Angriffs lobt.

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihren WM-Auftakt in Amerika mit einem deutlichen 7:1 gegen Curaçao erfolgreich gestaltet. Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich nach dem zweithöchsten Auftaktsieg in der deutschen WM-Geschichte vor allem von der Durchschlagskraft seines Angriffs beeindruckt. Nach der Partie äußerte sich der Bundestrainer begeistert: „Wir haben Tore aus Standards gemacht, Tore aus Ballbesitz, Tore aus Umschaltaktionen nach Ballgewinn“.

Nagelsmann wollte den Erfolg gegen den nominell schwächsten Gegner der Gruppe nicht überbewerten, hielt aber fest: „Am Ende musst du auch erstmal sieben Tore schießen“. Ein höherer Sieg zum Start gelang nur bei der Weltmeisterschaft 2002 mit einem 8:0 über Saudi-Arabien; damals erreichte das Team das Endspiel. Nagelsmann hob zudem hervor, dass ihm „der gute Mix von Torschützen“ besonders zusagte.

Felix Nmecha eröffnet den Torreigen

Felix Nmecha war es, der nach nur sechs Spielminuten den Torreigen für die DFB-Auswahl eröffnete. Dieser frühe Treffer weckt Assoziationen an das 1:0 durch Philipp Lahm im Eröffnungsspiel der Heim-WM 2006 gegen Costa Rica. Der WM-Neuling aus Dortmund kommentierte seinen Treffer mit den Worten: „Ich freue mich enorm“. Bundestrainer Nagelsmann lobte den Debütanten ebenfalls: „Felix hat es sehr gut gemacht. Er hat ein super Tor gemacht und den Elfmeter (zum 3:1) rausgeholt“. Er fügte hinzu: „Er ist ein super Fußballer, der wird uns viel Freude bereiten.“

WM 2026 - Deutschland - Curaçao

Felix Nmecha trifft wie einst Philipp Lahm beim Sommermärchen.

Schlotterbeck per Kopf, Havertz im Doppelpack

Mit Nico Schlotterbeck trug sich ein weiterer Profi von Borussia Dortmund in die Torschützenliste ein. In der 38. Minute verwertete er einen Eckball, getreten von Nathaniel Brown, per Kopf zum 2:1. Für den Verteidiger war es das Premierentor in seinem 28. Einsatz für die Nationalelf. Der Vorlagengeber Nathaniel Brown merkte zur Standardsituation an: „Das war genauso einstudiert auf den ersten Pfosten“.

Kai Havertz, der bei Arsenal unter Vertrag steht, trug sich gleich zweimal in die Torschützenliste ein und erhielt von der FIFA die Auszeichnung als „Man of the Match“. Zuerst verwandelte er in der ersten Halbzeit einen Strafstoß souverän, bevor er mit einem technisch anspruchsvollen Treffer den 7:1-Endstand herstellte. Deutschlands Stürmer Nummer eins bilanzierte: „Wir haben gut Selbstvertrauen getankt“.

WM 2026 - Deutschland - Curaçao

Gand cool vom Punkt: Kai Havertz.

Musialas emotionale Rückkehr mit Torerfolg

Für Jamal Musiala war die Partie mit besonderen Emotionen verbunden. Nachdem er sich bei der Klub-WM 2025 in den USA einen Bruch des linken Wadenbeins sowie eine schwere Fußverletzung zugezogen hatte, feierte er nun an selber Stelle als Torschütze zum 4:1 eine triumphale Rückkehr. Das Vertrauen von Nagelsmann in den 23-Jährigen zahlte sich aus. „Er hat viele Momente gehabt“, so das Lob des Trainers. Die Auswechslung nach rund 60 Minuten erfolgte nicht aus gesundheitlichen Bedenken. „Er hat sich nur freundlich und liebevoll beschwert, dass er schon rausmuss. Er fühlt sich sehr gut“, erläuterte der Bundestrainer.

WM 2026 - Deutschland - Curaçao

Ein strahlender Jamal Musiala beim besonderen WM-Comeback in den USA.

Starker Debütant Brown und treffsicherer Joker Undav

Ein beeindruckendes Turnierdebüt legte Nathaniel Brown hin. Der Akteur aus Frankfurt, der sich einen Platz in der Startformation erkämpft hatte, überzeugte auf der Weltbühne des Fußballs. Er bereitete das 2:1 mit einer Eckballflanke vor und erzielte das 5:1 selbst mit seinem schwächeren rechten Fuß. Nach seinem erst sechsten Spiel für Deutschland äußerte er sich überwältigt: „Ich kann es gar nicht beschreiben“. Zwei Tage vor seinem 23. Geburtstag fügte er hinzu: „Das werde ich niemals vergessen. Das ist mit der schönste Moment in meiner Karriere“.

WM 2026 - Deutschland - Curaçao

Der Shootingstar im deutschen WM-Team: Nathaniel Brown.

Deniz Undav vom VfB Stuttgart bewies ebenfalls seine Qualitäten. Obwohl er mit der Rolle des Einwechselspielers nicht gänzlich zufrieden sein mag, nutzte er seine 27 Minuten auf dem Feld optimal. Er steuerte ein Tor und zwei Vorlagen bei. „Deniz hat es mit einem Tor und zwei Vorlagen sehr gut gemacht“, kommentierte Nagelsmann die Leistung. Mit sieben Treffern in seinen zehn Einsätzen für Deutschland unterstreicht Undav seine starke Form und bewirbt sich für längere Einsätze. (dpa/red)

WM 2026 - Deutschland - Curaçao

So einen Top-Joker wie Deniz Undav (l) wünscht sich jeder Trainer.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.