Das WM-Ticket ist sicher, doch Trainer Wück warnt vor Nachlässigkeit. Zudem sorgt ein Doping-Verdacht für Unruhe im Team.
Sorgen bei den DFB-FrauenVor Slowenien-Spiel droht Stürmerin Freigang eine Doping-Sperre

Weitere Schritte nach dem gelösten WM-Ticket: die deutschen Fußballerinnen.
Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa
Das große KStA WM-Tippspiel 2026
Jetzt mitspielen und gewinnen!
Tippen Sie alle WM-Spiele in der KStA-App – exklusiv für App-Nutzer.
- 🏆1. Platz: Jahresmitgliedschaft Sportcenter Kautz (bis zu 1.000 €)
- 🚢2. Platz: Leserreisen-Special „Viva Las Vegas“ auf dem Flussschiff
- ⚽3. Platz: 1. FC Köln Trikot
- 🎭4.–6. Platz: Je 2 Gutscheine für Linus' Talentprobe
- ♨️7.–10. Platz: Je 2 Gutscheine für die Therme Euskirchen
DFB-Team in Slowenien: Wück mahnt zur Konzentration – Fall Freigang sorgt für Unruhe. Das WM-Ticket ist gelöst, doch der Bundestrainer warnt vor Nachlässigkeit. Vor dem Spiel in Ljubljana sorgt zudem ein möglicher Dopingverstoß für Aufsehen.
Christian Wück, der Bundestrainer, erteilt jeglichen Gedanken an ein lockeres Spiel in Slowenien eine klare Absage. Trotz der ausgiebigen Feierlichkeiten nach der gesicherten WM-Qualifikation setzt der 52-Jährige die deutsche Auswahl vor dem finalen Gruppenspiel am Dienstag (18.00 Uhr/ZDF) in Ljubljana unter Druck. Bei der abschließenden Pressekonferenz erklärte er: „Es wird, egal welche Mannschaft auf dem Platz stehen wird, eine Bewährungsprobe werden - weil wir uns einfach weiter entwickeln müssen im Hinblick auf unsere Zukunft“.
Der 2:0-Sieg vom Freitag in Köln über Norwegen, der die frühzeitige Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien sicherstellte, verschafft Wück zwar neuen Spielraum. Dennoch betonte der Cheftrainer, der insbesondere offensive Konzepte verlangt: „Es geht nicht mehr um die WM-Quali. Aber wir wollen natürlich trotzdem das Spiel gewinnen, das sollte auch unser Anspruch sein“. Das erste Aufeinandertreffen in Dresden hatten die DFB-Frauen mühelos mit 5:0 für sich entschieden.
Minge übernimmt Kapitänsbinde von verletzter Gwinn
In der Verteidigung könnten mit Janina Minge, Camilla Küver, Sophia Kleinherne und Sarai Linder vier Spielerinnen aus Wolfsburg in die Formation rücken. Minge, die im Spiel gegen Norwegen wegen einer Rotsperre pausieren musste, wird nun die an der Schulter operierte Giulia Gwinn als Spielführerin ersetzen. Die Abwehrchefin wünscht sich zahlreiche Treffer und hofft, „dass uns möglichst wenig durchrutscht“. Schließlich war Torhüterin Ann-Katrin Berger gegen Norwegen stark gefordert gewesen.
Marie Müller vom Portland Thorns FC, die in Köln einen beeindruckenden Einstand im Nationalteam feierte und sich sogleich in die Torschützenliste eintrug, wird laut Wück nicht zur Startelf gehören. Der ehemalige Profi sieht seine Mannschaft nach dem starken Auftritt wieder auf dem Niveau, das sie vor dem unbefriedigenden 0:0 gegen Österreich im April bereits erreicht hatte. „Wir sind die Treppenstufe wieder hochgegangen, die wir in Österreich runtergefallen sind“, kommentierte Wück. Rückblickend habe sich das Unentschieden als „reinigendes Ergebnis“ erwiesen.
Wück: „Es fehlt noch sehr viel“
Als bereit für einen Titelgewinn betrachtet der Bundestrainer den zweifachen Weltmeister aber bei weitem nicht. „Ich glaube, es fehlt noch sehr viel“, konstatierte Wück. Ein Punkt sei die fehlende Routine im Duell mit Mannschaften von außerhalb Europas. Aus diesem Grund sind für den Herbst Testpartien gegen Kontrahenten aus Südamerika, Afrika oder Asien geplant. „Wir versuchen uns so weiterzuentwickeln, dass wir eben nicht nur bei einer Europameisterschaft, sondern jetzt auf der ganzen großen weiten Welt mit Mannschaften mithalten können.“
Wück baut auf zusätzliche personelle Optionen. Der Wettbewerb im Team hat sich durch die von Innenverteidigerin Kathrin Hendrich attestierte „Riesenqualität in der Breite“ zusätzlich verschärft.
DFB prüft Fall um Laura Freigang
Für Unruhe sorgt unterdessen der Fall um Laura Freigang. Die 28-jährige Stürmerin soll nach Angaben der NADA binnen zwölf Monaten dreimal nicht am von ihr gemeldeten Ort für eine Kontrolle angetroffen worden sein. Aufgrund der drei versäumten Dopingtests steht für die diesmal nicht berücksichtigte Spielerin eine lange Sperre im Raum. Solche sogenannten Strikes stellen eine Verletzung der Meldepflicht dar, die gemäß der Nationalen Anti Doping Agentur üblicherweise eine zweijährige Sperre zur Folge hat.
In einem Beitrag auf Instagram schrieb die Spielführerin des Bundesligisten Eintracht Frankfurt: „Bei den verpassten Kontrollen handelt es sich nicht um bewusst vermiedene Kontrolltermine, sondern um Unstimmigkeiten bzw. Missverständnisse in den täglich zu aktualisierenden und umfassenden Angaben, die wir als Nationalspielerinnen tages- und stundenaktuell im System zu aktualisieren haben“. Aktuell untersucht die Anti-Doping-Kommission des DFB den Fall sowie die vorgelegten Dokumente und wird im Anschluss über die nächsten Schritte des Verfahrens befinden. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.