Joshua Kimmichs Abschied vom FC Bayern war fast besiegelt. Eine ZDF-Doku enthüllt, wie nah der Wechsel zu PSG war.
„Zu 95 Prozent“ wegJoshua Kimmich stand kurz vor einem Wechsel nach Paris

Joshua Kimmich beschäftigte sich mit einem Wechsel zu PSG. (Archivbild)
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Ein Weggang von Joshua Kimmich vom FC Bayern München war weitaus konkreter als bisher bekannt. Bevor der Nationalspieler im März 2025 seinen Vertrag verlängerte, gab es intensive Bemühungen des französischen Top-Klubs Paris Saint-Germain, ihn zu verpflichten. Dies geht aus der ZDF-Dokumentation „Kapitän Kimmich“ hervor, in der der Spieler angab, Paris habe „die Muskeln spielen“ lassen.
Im Anschluss an die Saison 2023/24, die ohne Titel endete, wurde Kimmich von der Münchner Führung um Max Eberl darüber informiert, dass er als Verkaufskandidat gelte. „Generell hatte ich schon das Gefühl, dass die Bayern sehr, sehr offen sind, mich abzugeben“, äußerte der 31-Jährige im Rückblick. „Das trägt natürlich nicht dazu bei, dass die Bindung zwischen Verein und Spieler größer wird.“ Laut Kimmich eröffnete Eberl ihm die Möglichkeit eines Vereinswechsels, sollte er diesen anstreben.
Vertragsverlängerung galt als unwahrscheinlich
Auch Eberl selbst räumte ein: „Da war die Konstellation schon so, dass Vereine sich gemeldet haben und wir im Grunde bei keinem pauschal gesagt haben: keine Chance.“ Kimmich entschied sich zwar im Sommer für einen Verbleib in München, doch eine Erneuerung seines im Juni 2025 endenden Kontrakts schien damals sehr fern.
„Ich weiß nicht, was passieren sollte, dass ich verlängern würde“, sagte er zu diesem Zeitpunkt. „Ich will es nicht zu 100 Prozent ausschließen, aber zu 95 Prozent sehe ich es nicht kommen, dass ich hier verlängere.“
Private Vorbereitungen für einen Wechsel
Nach überzeugenden Auftritten unter Vincent Kompany zog Kimmich im Winter einen Transfer nach Paris erneut in Betracht. Um den Führungsspieler von dem Schritt zu überzeugen, reiste PSG-Sportdirektor Luís Campos eigens nach Deutschland.
Diese Art der Wertschätzung habe ihn „gecatcht“, erklärte Kimmich. „Ich sollte ein wichtiges Puzzlestück sein, ein Spieler mit Erfahrung - das macht etwas mit einem.“ Seine Ehefrau Lina besichtigte bereits Wohnviertel und Immobilien in der französischen Metropole und traf Trainer Luis Enrique sowie Campos. „Sie waren alle super lieb, das hat die Entscheidung nicht einfacher gemacht“, berichtete sie.
Überdies soll PSG eine finanzielle Offerte unterbreitet haben, die Kimmich als „sehr, sehr krass“ bezeichnete. „Wenn man das als Außenstehender wüsste, würde man sagen, dass es eine dumme Entscheidung ist, bei Bayern zu bleiben“, führte er aus. „Wenn es nur um das Geld gegangen wäre, hätte ich eigentlich keine Sekunde über meine Entscheidung nachdenken müssen. Dann wäre die Entscheidung nicht pro Bayern gefallen.“
Wende nach Gespräch mit Sportvorstand
Vor der finalen Übereinkunft hatten die Bayern ein Angebot zwischenzeitlich zurückgenommen, während Kimmich in der Presse Habgier unterstellt wurde. Ein weiteres Telefonat mit Eberl führte jedoch zur Kehrtwende: Kimmich entschied sich für den Verbleib und unterzeichnete am 13. März einen neuen Vertrag bis 2029. Seine Frau Lina bezeichnete diesen Moment als eine große Erleichterung. (dpa/red)
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