Joshua Kimmich verteidigt Manuel Neuers Rückkehr ins DFB-Team und kritisiert die „negative“ Debatte um den Torhüter.
Kimmich zeigt kein VerständnisDFB-Kapitän verteidigt die Rückkehr von Manuel Neuer

Bei der WM gesetzt: DFB-Kapitän Joshua Kimmich.
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Die jüngsten, heftig geführten Diskussionen über die Wiederkehr von Torhüter Manuel Neuer in die DFB-Auswahl stoßen bei Joshua Kimmich auf Unverständnis. „Rein sportlich darf es die Diskussion nicht geben, weil wir als Deutschland die besten Spieler dabeihaben wollen“, erklärte der 31-jährige Spielführer des Nationalteams bei einem Pressetermin im Mannschaftsquartier in Herzogenaurach. Die „ganze Diskussion“ um den 40-jährigen Neuer, der für die Weltmeisterschaft als Stammtorwart vorgesehen ist, sei für ihn nicht nachvollziehbar.
„Der Manu ist der beste Torhüter aller Zeiten, ist immer noch einer der besten Torhüter der Welt. Für mich ist die Diskussion ein bisschen zu negativ behaftet, weil wir eigentlich kein Problem haben auf der Torhüterposition“, so die Aussage von Kimmich. Zudem stehe mit Oliver Baumann (35) aus Hoffenheim ein weiterer Torwart hinter Neuer „bereit“.
Kimmichs Haltung zu Baumanns Degradierung
Nach einer zweijährigen Abwesenheit wurde Neuer von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das bevorstehende Turnier in den USA, Kanada und Mexiko zurück ins Nationalteam berufen. Diese Personalie wurde erst nach Abschluss des letzten Spieltags der Bundesliga bekannt gegeben, was teilweise zu Kritik an der Kommunikationsstrategie von Nagelsmann führte. Für den zurückgestuften Baumann, den Nagelsmann ursprünglich als Stammtorhüter für die Weltmeisterschaft nominiert hatte, zeigte Kimmich Mitgefühl. „Ich wäre enttäuscht, wenn er nicht enttäuscht gewesen wäre“, kommentierte der Kapitän der Nationalmannschaft.
Aufgrund einer Wadenverhärtung bei Neuer plant der Bundestrainer für die Testbegegnung am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Mainz gegen Finnland allerdings noch nicht mit dem Münchner Torhüter. An seiner Stelle wird Baumann im Tor stehen.
Geringe Erwartungen an WM-Titel
Kimmich stuft die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft nicht als einen der Hauptanwärter auf den Titel ein. „Wir sollten jetzt nicht über irgendwie Finale oder den Titel nachdenken“, meinte er. „Irgendwo ist das ein Traum und ein Ziel, was jeder im Kopf hat. Aber das bringt uns am Anfang des Turniers nicht vorwärts, sondern wir sollten über die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, nachdenken.“
Der vierfache Weltmeister beginnt seine Turnierteilnahme am 14. Juni in Houston mit der Partie gegen Curaçao, nachdem die finalen Vorbereitungsspiele gegen Finnland und am 6. Juni in Chicago gegen das US-Team absolviert sind. Weitere Kontrahenten in der Gruppenphase sind die Elfenbeinküste am 20. Juni in Toronto (Kanada) sowie Ecuador am 25. Juni in der Final-Arena von East Rutherford. (dpa/red)
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