Trotz des 7:1-Siegs mahnt Manuel Neuer zur Ruhe. „Das war kein Halbfinale gegen Brasilien“, ordnet der Torwart ein.
Neuer zieht WM-VergleichNach 7:1-Sieg warnt der DFB-Keeper aber vor Euphorie

Manuel Neuer analysiert den klaren Startsieg der Fußball-Nationalmannschaft.
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Trotz des 7:1-Erfolgs gegen Curaçao warnt Manuel Neuer vor übermäßiger Euphorie. Er analysiert den Auftaktsieg und dessen Bedeutung für den weiteren Weg bei der WM.
Manuel Neuer befand sich nach seiner erfolgreichen Rückkehr bei einer WM noch auf der Interview-Bühne, als Kai Havertz bereits als nachfolgender Gesprächspartner des DFB-Teams aufgerufen wurde. „Oh, der Man of the Match“, äußerte der deutsche Rekordtorwart schmunzelnd und verließ daraufhin zügig das Podest. Zuvor hatte die FIFA Havertz aufgrund seiner zwei Treffer als besten Akteur der Partie ausgezeichnet.
Die anschließende Bewertung des 7:1-Auftakterfolgs gegen Curaçao durch den Torhüter unterstrich jedoch seinen Stellenwert innerhalb des Nationalteams. Neuer sorgte für eine übergeordnete Perspektive auf den Sieg. Als Referenzpunkt diente dabei der Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.
Vergleich mit dem WM-Titel 2014
„So in ein Turnier gestartet zu sein ist etwas ganz Besonderes. Das gibt einem Zuversicht und Ruhe. Dennoch wissen wir: Das war kein Halbfinale gegen Brasilien mit dem 7:1“, konstatierte Neuer. Zwar entsprach das 7:1 dem geschichtsträchtigen Ergebnis des damaligen Sieges in Belo Horizonte, doch der Gegner in der ersten Partie des Turniers in Houston war dieses Mal Curaçao.
Der Torhüter zog zudem eine Parallele zum 4:0-Erfolg gegen Portugal beim WM-Start vor zwölf Jahren. „Es ist sehr viel auch für uns gelaufen damals“, kommentierte der 40-Jährige. Seinerzeit hatten ein Platzverweis gegen den Portugiesen Pepe sowie ein Dreierpack von Thomas Müller den deutlichen Sieg ermöglicht.
„Man kann Parallelen nicht wirklich ziehen, aber ich glaube, dass wir alle Möglichkeiten haben mit dieser Mannschaft“, führte Neuer aus. Als wesentliche Merkmale des derzeitigen Kaders benannte er Energie, den starken Zusammenhalt und den Charakter des Teams.

Neuer zieht Parallelen zur WM 2014 - als am Ende der Triumph gelang.
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Bundestrainer Nagelsmann würdigt Neuers Rolle
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den 40-Jährigen zwei Jahre nach seinem Abschied aus der Nationalelf eben wegen dieser Erfahrung und seiner Fähigkeit zu treffenden Analysen reaktiviert. „Er strahlt extreme Ruhe aus. Er ist keiner, der die ganze Zeit labert. Und er wählt seine Worte mit Bedacht“, würdigte der Bundestrainer den Routinier. Nagelsmann sprach Neuer von jeder Mitschuld am Gegentreffer durch Livano Comenencia von Curaçao frei. Der Ball sei abgefälscht gewesen, andernfalls hätte der Torwart ihn pariert, ergänzte der Coach.
Dieser Sieg verleihe dem Team „Vertrauen in die eigene Stärke“, so Neuer. Für ihn persönlich sei es zudem eine Gelegenheit gewesen, nach seiner Rückkehr „den einen oder anderen Spieler besser kennengelernt auf dem Platz, wenn es um etwas Zählbares geht“. (dpa/red)
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