Trotz sportlichen Erfolgs steht Trainer Ole Werner bei RB Leipzig vor dem Aus. Martin Demichelis wird als Nachfolger gehandelt.
Paukenschlag in LeipzigBerichte: Demichelis soll Trainer Ole Werner ersetzen

Wird Martin Demichelis der neue Trainer bei RB Leipzig? (Archivbild)
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Bei RB Leipzig bahnt sich offenbar ein Trainerwechsel an. Obwohl Ole Werner sämtliche sportlichen Vorgaben erfüllte, könnte seine Zeit beim Bundesligisten nach nur einer Saison enden. Laut Medieninformationen wird der 45 Jahre alte Argentinier Martin Demichelis als Nachfolger gehandelt, um den Verein zu übernehmen, der die vergangene Spielzeit als Dritter abschloss.
Mehrere Nachrichtenquellen melden den bevorstehenden Transfer übereinstimmend. Die spanische Publikation „Marca“ gibt an, die Übereinkunft sei kürzlich finalisiert worden. Auch Radio Marca Baleares informiert, dass eine Verständigung zwischen Demichelis und RB bestehe, die lediglich noch von den Klubs formell bestätigt werden müsse. Dem Fernsehsender Sky zufolge gilt Demichelis als Favorit für die Position, wenngleich eine endgültige Entscheidung ausstehe. Aus Argentinien fügt das Portal BolaVip hinzu, dass Leipzig eine Ablösesumme in Höhe von drei Millionen Euro offerieren würde.
Unzufriedenheit trotz sportlichen Erfolgs
Demichelis, der früher für den FC Bayern München aktiv war, betreute seit Februar den spanischen Klub RCD Mallorca, der aus der ersten Liga abstieg. Sein dortiges Arbeitspapier wurde unlängst bis 2028 ausgedehnt, soll aber eine Klausel für einen vorzeitigen Ausstieg enthalten. Ein möglicher Abschied von Werner, dessen Kontrakt in Leipzig eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2027 aufweist, wäre unerwartet. Unter seiner Leitung erreichte das Team den dritten Tabellenplatz und schrammte mit 65 Zählern nur knapp am klubinternen Punkterekord in der Bundesliga vorbei. Diese Leistung wurde erbracht, nachdem im Sommer mit Xavi Simons, Loïs Openda und Benjamin Sesko entscheidende Spieler den Klub verlassen hatten.
Die Ursachen für die potenzielle Trennung werden in der Führungsebene von RB Leipzig vermutet. Vor allem Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff und die globale Fußballsparte, zu der Jürgen Klopp und Mario Gomez gehören, zeigten sich dem Vernehmen nach von Werners Spielphilosophie wenig angetan. Darüber hinaus heißt es, das Erreichen der Champions League sei übermäßig glücklich zustande gekommen.
Sportchef Schäfer änderte seine Haltung
Nachdem die Qualifikation für die Königsklasse gesichert war, hatte Leipzigs Sportchef Marcel Schäfer ursprünglich signalisiert, Werners Vertrag bald verlängern zu wollen. Zu Beginn des Monats Juni korrigierte der 41-Jährige diese Aussage jedoch öffentlich und verwies stattdessen auf eine bevorstehende Analyse der Spielzeit. Jene Analyse ist anscheinend inzwischen beendet – mit einem für Werner wohl negativen Resultat.
Der sächsische Verein hatte für den 38-jährigen Coach erst im Sommer 2025 eine Ablöse von etwa zwei Millionen Euro an Werder Bremen überwiesen. Dabei war Werner seinerzeit nicht die favorisierte Lösung des Klubs. Eigentlich war die Verpflichtung von Cesc Fàbregas geplant, jener blieb jedoch bei seinem Verein Como 1907 und schaffte mit diesem den Einzug in die Champions League. (dpa/red)
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