Abo

Die Elf der AbwesendenGnabry, Lewandowski und Co. sind bei der WM nicht dabei

4 min
Robert Lewandowski

Lewandowski war untröstlich nach der verpassten WM-Teilnahme. (Archivbild)

Viele Top-Spieler wie Lewandowski und Donnarumma verpassen die WM 2026. Eine namhafte Elf muss aus diversen Gründen zusehen.

Fehlende Top-Spieler bei der WM 2026: Eine namhafte Elf muss zusehen. Ob durch Verletzungspech, gescheiterte Qualifikation oder weil sie nicht berücksichtigt wurden: Zahlreiche Stars von Donnarumma bis Lewandowski fehlen.

Das Schicksal von Lennart Karl teilen auch Profis anderer Länder. Während der übergroßen Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada müssen einige Fußballgrößen zwangsläufig pausieren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einige wurden nicht für den Kader berücksichtigt, andere scheiterten in der Qualifikation. Hier ist eine Auswahl von Spielern, die aus unterschiedlichen Anlässen nicht am Turnier teilnehmen:

Serge Gnabry

Nach der EM verpasst Gnabry auch die WM. (Archivbild)

Im Tor

Gianluigi Donnarumma: Der Schlussmann der Squadra Azzurra stand bereits 82 Mal für sein Land auf dem Platz. Seine Erfolgsbilanz ist beachtlich: Er ist Europameister, gewann mit Paris Saint-Germain die Champions League, sicherte sich vier französische Meistertitel und wurde in diesem Jahr mit Manchester City englischer Pokalsieger. Dennoch fehlt in der Karriere des 27-Jährigen bisher die Teilnahme an einer WM-Endrunde.

In der Verteidigung

Harry Maguire: Die Entscheidung, ihn nicht in das englische Aufgebot zu berufen, sorgte bei dem 33-Jährigen für Enttäuschung. Der Abwehrspieler von Manchester United äußerte sich dazu mit den Worten: „Ich war zuversichtlich, dass ich nach der Saison, die ich gespielt habe, in diesem Sommer eine tragende Rolle für mein Land hätte spielen können“. Auch die Partnerin des 66-fachen Nationalspielers mischte sich öffentlich ein und äußerte Kritik: „Es ist nur schade, dass du gegen eine einzige Meinung ankämpfen musstest.“

Raphaël Guerreiro: Dieser Fußball-Sommer verläuft für den 32-Jährigen ungünstig. Sein Kontrakt mit dem FC Bayern läuft am 30. Juni aus, während ein neuer Verein bisher nicht gefunden wurde. Im Jahr 2016 feierte Guerreiro mit Portugal den Gewinn der Europameisterschaft und absolvierte insgesamt 65 Länderspiele. Dieses Mal wurde er allerdings nicht für das Aufgebot berücksichtigt.

Éder Militão: Das Verletzungsglück ist dem 28-jährigen Brasilianer nicht hold. Er hat bereits zwei Kreuzbandrisse überwunden und sich bei Real Madrid wieder herangekämpft. Eine Muskeloperation in Finnland im April zwang den zentralen Verteidiger jedoch zu einer Pause von mehreren Monaten.

Dani Carvajal: Vor zwei Jahren gehörte er zur spanischen Mannschaft, die den EM-Titel gewann. Der inzwischen 34-jährige Verteidiger findet sich dieses Mal jedoch nicht im Kader wieder. Seine Bilanz wird somit bei fünf WM-Spielen aus den Turnieren 2018 und 2022 verbleiben. Darüber hinaus endet sein Vertrag bei Real Madrid nach 13 erfolgreichen Jahren zum Monatsende.

Mittelfeld und Sturm

Christoph Baumgartner: Für den Österreicher platzte der Traum während des Aufwärmprogramms vor der Partie gegen Tunesien. Nach seiner Muskelverletzung, die einen operativen Eingriff und eine ausgedehnte Pause erforderte, erklärte der 26-Jährige: „Das ist für mich der schwerste Tag meiner Karriere – und es wird sicher etwas dauern, bis ich diese Niederlage verarbeitet habe“. Dies ist besonders tragisch, weil er für RB Leipzig eine herausragende Spielzeit absolviert hatte.

Dominik Szoboszlai: Der Mannschaftsführer des ungarischen Nationalteams wurde von einem späten Gegentreffer hart getroffen. „Es tut weh, weil wir es wirklich wollten“, kommentierte der Spieler des FC Liverpool, der früher für Leipzig aktiv war, nach der 2:3-Niederlage gegen Irland. Infolge dieses Ergebnisses fiel Ungarn auf den dritten Tabellenplatz zurück, wodurch die Teilnahme an den Playoffs nicht mehr möglich war.

Serge Gnabry: Der Spieler des FC Bayern musste schon bei der Heim-EM zusehen und fehlt nun ebenso bei der Weltmeisterschaft. Der 30-Jährige zog sich kurz vor dem Halbfinale im DFB-Pokal einen Adduktorenausriss zu. Folglich wird er sein 57. Spiel im Trikot der deutschen Nationalmannschaft nicht bei diesem Wettbewerb absolvieren können.

Chwitscha Kwarazchelia: Mit einem geschätzten Marktwert von etwa 140 Millionen Euro gehört er zu den wertvollsten Fußballern weltweit. Kwarazchelia gewann mit Paris Saint-Germain zweimal in Folge die Champions League und wurde zuletzt zum Spieler der Saison in diesem Wettbewerb ernannt. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft gelang dem 25-Jährigen mit der georgischen Nationalmannschaft allerdings nicht.

Robert Lewandowski: Für Polen war in den Playoffs gegen Schweden dieses Mal Endstation. Das Turnier in Katar war vermutlich die letzte Weltmeisterschaft für den 37 Jahre alten Angreifer, obwohl er weiterhin für sein Land aufläuft. Nach dieser Niederlage sagte er: „Das schlimmste Gefühl wird sein, wenn wir morgen aufwachen.“ Ein vergleichbares Gefühl könnte ihn nun ereilen, da die WM ohne seine Teilnahme ausgetragen wird und er nach dem Ende seiner Zeit beim FC Barcelona noch vertragslos ist.

Lionel Messi (l) und Luis Suárez

Die beiden Kumpels Messi (l) und Suárez werden sich bei der WM nicht auf dem Platz sehen - Suárez steht nicht im Kader Uruguays. (Archivbild)

Luis Suárez: Seine Statistik für Uruguay weist 143 Einsätze und 69 Treffer auf. Suárez hatte unterstrichen: „Ich würde der Nationalmannschaft niemals absagen, wenn sie mich braucht – besonders nicht mit einer WM vor der Tür“. Trotz dieser Aussage sah Nationalcoach Marcelo Bielsa von einer Nominierung des erfahrenen Angreifers ab. Bielsa war zuvor vom Stürmer von Inter Miami im Anschluss an die Copa América 2024 kritisiert worden. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.