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Politik, Kartelle, KimmichDokus zur WM beleuchten die Hintergründe des Turniers

3 min
USA - Deutschland

Über 90 Minuten Joshua Kimmich. (Archivbild)

Von Trumps Amerika bis zu Mexikos Kartellen: Neue Dokus zeigen die brisanten Hintergründe der kommenden Fußball-WM.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ist mit einer Rekordzahl an Mannschaften und Begegnungen nicht nur ein sportliches Großereignis. Das Turnier im XXL-Format liefert auch abseits des Spielfelds erheblichen Diskussionsstoff, von der politischen Situation in den Austragungsländern bis zur gesellschaftlichen Funktion des Sports. Eine Reihe von Dokumentationen beleuchtet diese Aspekte und bietet Perspektiven, die weit über die Dauer eines Spiels hinausgehen.

Eine zentrale Frage betrifft die politische Dimension des Turniers, vor allem im Gastgeberland USA unter der Präsidentschaft von Donald Trump. Die ARD-Produktion „Spielfeld der Macht - Die WM in Trumps Amerika“ geht diesem Thema nach. Ingo Zamperoni, Moderator der Tagesthemen, und der Sportjournalist Philipp Awounou interviewten dafür Personen mit unterschiedlichen politischen Ansichten. Darin formuliert Ben Carrington, ein Soziologe, die These: „Die Welt zu Gast bei Feinden.“

Politische Brisanz und die Macht des Fußballs

Die Arte-Doku-Reihe „Tracks East“ mit dem Titel „Take me to America - Die Macht der WM“ stellt ebenfalls die Frage in den Vordergrund, wer die Plattform des Turniers für politische Absichten verwendet. Es werden Menschen porträtiert, für die Sport sowohl Identität als auch ein politisches Mittel ist. Der Blickwinkel reicht dabei über die gastgebenden Länder hinaus und schließt auch Meinungen aus Usbekistan, einem WM-Neuling, mit ein.

Die Situation in Mexiko wird als besonders heikel dargestellt. Die ARD-Dokumentation „Mexiko - WM im Schatten der Kartelle“ bietet Einblicke in das Spannungsfeld eines Landes, das von der Dominanz der Drogenkartelle und einer extremen sozialen Ungleichheit geprägt ist. Familienangehörige von den über 130.000 als vermisst oder verschwunden gemeldeten Menschen äußern sich, und Politiker umreißen die Machtstrukturen im Land.

Von Titel-Träumen bis zu persönlichen Einblicken

Einen umfassenderen Blick auf das Sportereignis wirft die ARD-Produktion „WM-Wahnsinn und Titel-Träume“. Esther Sedlaczek, eine Moderatorin, und der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger reisten hierfür durch alle drei Austragungsländer und besuchten auch Deutschlands ersten Gegner Curaçao. Zu Wort kommen unter anderem Nationaltrainer Julian Nagelsmann und Eishockey-Profi Leon Draisaitl.

Premiere „Ein Sommer in Italien - WM 1990“

Ein Rückblick ist unter den aktuellen Dokus: «Ein Sommer in Italien - WM 1990». (Archivbild)

Für Nostalgiker hält Sky mit „Ein Sommer in Italien - Die WM 1990“ eine emotionale Retrospektive auf den deutschen Titelgewinn bereit. Der anderthalbstündige Beitrag erinnert an ein Team, das durch Kameradschaft und Siegeswillen bestach, und zeigt mehr als nur den ikonischen Spaziergang von Franz Beckenbauer über den Rasen des Stadions in Mailand.

Ein sehr persönliches Bild zeichnet die ZDF-Mediathek mit „Kapitän Kimmich“. Die Dokumentation mit einer Länge von 1:42 Stunden porträtiert nicht nur den Fußballer, sondern auch den Joshua Kimmich im Privaten mit seiner Gattin Lina und den vier gemeinsamen Kindern. Nach Angaben des ZDF folgt der Filmemacher Jan Mendelin dem Nationalspieler schon seit über einem Jahrzehnt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.