Mexikos WM-Auftakt wird von Protesten überschattet, während Kanada um Bayern-Star Davies bangt und DFB-Prämien offen sind.
Ärger trotz WM-EuphorieMexiko siegt, DFB-Elf verhandelt noch über die Prämien

Mexikanische Fans feiern ausgelassen den Auftaktsieg.
Copyright: Felix Marquez/dpa
Mexiko, einer der Ausrichter, bejubelt den ersten Erfolg, aber Unruhen dämpfen die Stimmung. Gleichzeitig sorgt sich Kanada um einen Spieler des FC Bayern. Die Details.
Mit einem 2:0-Erfolg über Südafrika hat Co-Ausrichter Mexiko seinen Einstand in die Fußball-WM gefeiert und blickt euphorisch auf die kommenden Spiele. Die Präsidentin des Landes, Claudia Sheinbaum, übermittelte dem Nationalteam ihre Glückwünsche „mit großem Stolz“ und bezeichnete den Moment als eine „historischen Freude“.
Allerdings wird die erfreuliche Startbilanz durch Krawalle getrübt. Im Umfeld der Arena wiesen Familienangehörige auf das Los von mehr als 130.000 Personen hin, deren Verbleib in Mexiko ungeklärt ist. Ferner verwendete die radikale Gewerkschaft der Lehrer die Gelegenheit für Demonstrationen. Das Blatt „ESTO“ charakterisierte die Stimmung aufgrund der umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen als „ungewöhnlich“: „Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.“
Brasilianischer Fußball in Trauer um Champion von 1970
Eine bedauerliche Meldung erreichte den brasilianischen Fußball nur zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel gegen Marokko. Im Alter von 86 Jahren ist der ehemalige Verteidiger Brito, der 1970 den Weltmeistertitel gewann, verstorben. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte der Präsident des brasilianischen Verbands, Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“

Brasiliens Fußball trauert um Brito.
Copyright: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Kanada zum WM-Start ohne Bayern-Profi Davies
Beim Auftaktspiel des Mitausrichters Kanada wird Alphonso Davies vom FC Bayern München lediglich die Zuschauerrolle einnehmen. Aufgrund einer im Mai erlittenen Blessur am Oberschenkel wurde der Verteidiger nicht rechtzeitig für die Partie gegen Bosnien-Herzegowina (Freitag, 21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) einsatzbereit. Die kanadische Mannschaft hofft allerdings, dass Davies zu einem späteren Zeitpunkt ins Turniergeschehen eingreifen kann. „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann“, sagte Trainer Jesse Marsch.

Bayerns Alphonso Davies wird zum WM-Auftakt fehlen.
Copyright: Sammy Kogan/The Canadian Press/AP/dpa
Ungeklärte Prämienfrage beim DFB-Team
Die Erfolgsboni für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann sind kurz vor dem ersten WM-Spiel am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Curaçao weiterhin ungeklärt. Zwar sind die Gespräche zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und den Akteuren noch nicht beendet, doch eine Übereinkunft zeichnet sich ab. „Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus“, sagte Abwehrspieler Jonathan Tah. Den bisher höchsten Bonus bekamen die deutschen Titelträger von 2014 in Brasilien um Mannschaftsführer Philipp Lahm mit je 300.000 Euro. (dpa/red)

Noch stehen die WM-Prämien für Jonathan Tah & Co. nicht fest.
Copyright: Christian Charisius/dpa
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.