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LandesligaSV Schlebusch ereilt Nackenschlag in der Nachspielzeit

2 min
16.11.2025, Fussball S V Schlebusch-GW Brauweiler

links: Nick Brisevac (Brauweiler)
rechts : Maurice Mayer (Schlebusch)

Foto: Uli Herhaus

Maurice Mayer (rechts im Zweikampf) sah beim SV Schlebusch die gelb-rote Karte. 

Das Team von Trainer Heiko Dietz erreicht ein 1:1 bei GWBrauweiler

Der Nackenschlag kam in der fünften Minute der Nachspielzeit. Für den SV Schlebusch sah es im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga lange nach Bonuspunkten bei GW Brauweiler aus. Dann segelte einer von vielen langen Bällen durch den Strafraum der Leverkusener, konnte nicht entscheidend geklärt werden und Brauweilers Matti Fiedler drückte den Ball zum 1:1 (0:0)-Endstand über die Linie.

„Ich kann trotzdem von einem gewonnenen Punkt sprechen“, verdrängte Heiko Dietz alle negativen Gedanken und hob die starke Leistung auswärts beim Tabellendritten hervor. „Man darf nicht vergessen, dass wir dezimiert nach Brauweiler gefahren sind, einige A-Jugendliche dabei hatten und unseren Plan dann so stark durchgezogen haben.“

Ich kann trotzdem von einem gewonnenen Punkt sprechen. Man darf nicht vergessen, dass wir dezimiert nach Brauweiler gefahren sind, einige A-Jugendliche dabei hatten und unseren Plan dann so stark durchgezogen haben
Heiko Dietz, Trainer des SV Schlebusch

Tatsächlich begegnete der Tabellendreizehnte dem Topteam defensiv gut organisiert und griffig in den Zweikämpfen. Wären die Schlebuscher in der ein oder anderen Umschaltsituation etwas präziser gewesen, hätten sie schon zur Pause führen können. Melfraxave Chuisse (24.) und Sebastian Bamberg (32.) trafen in aussichtsreichen Positionen die falschen Entscheidungen.

Dennoch konnte das Dietz-Team erhobenen Hauptes in die Kabine gehen und genauso herauskommen. „Auch in der zweiten Halbzeit haben wir dem Gegner keine Großchancen gestattet und gehen selbst in Führung“, befand der Gästecoach. Nachdem sich Brauweiler durch eine gelb-rote Karte wegen wiederholtem Foulspiel selbst dezimiert hatte, fuhren Noah Gonschior und Mathias Janeczko den besten Angriff des Sonntags. Ersterer drang im Umschaltspiel fast bis zur Grundlinie durch, bediente Janeczko und der traf zum 1:0 (82.).

Drei Minuten später sah auch Maurice Mayer vom SVS die Ampelkarte, sodass die Schlussphase im Zehn-gegen-Zehn über die Bühne ging. Nach dem späten Nackenschlag wollte Heiko Dietz nichts von zwei verlorenen Punkten wissen. „Flittard hat auch Unentschieden gespielt“, dachte er an das 3:3 des Drittletzten gegen BW Köln. „Also ist der Abstand gleich geblieben und wir können es in den letzten drei Spielen selbst regeln.“