Vor dem Spitzenspiel in der Bundesliga hat Lothar Matthäus Bayern-Talent Lennart Karl scharf kritisiert und zu mehr Fokus aufgefordert. Der deutsche Rekordnationalspieler stellt sich damit klar hinter Uli Hoeneß, der den 18-Jährigen zuvor öffentlich ermahnt hatte.
Karl sei „noch lange kein Superstar“ und müsse mehr Demut zeigen, hatte der Ehrenpräsident gegenüber der „Welt am Sonntag“ gesagt und ein ernstes Gespräch angekündigt. Laut Matthäus soll Karl künftig deutlich stärker auf seine sportliche Arbeit konzentrieren und „weniger Social Media machen“.
Lothar Matthäus springt im Fall Lennart Karl Uli Hoeneß zur Seite
„Da schließe ich mich Uli an. Lennart Karl soll sich auf den Fußball konzentrieren. Wenn die Konkurrenz groß ist, muss er sich behaupten“, sagte Matthäus. Dem 18-Jährigen riet der heute 65-Jährige, es etwas ruhiger angehen zu lassen: „etwas weniger Glamour, etwas weniger Social Media und etwas mehr Leistung auf dem Platz.“

Sucht diese Saison noch seine Form: Lennart Karl von Bayern München.
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Karl hatte in der vergangenen Saison den Durchbruch geschafft. Entsprechend hoch sind nun die Erwartungen an den jungen Profi, die sich deutlich verändert haben. In dieser Spielzeit tut sich der Teenager allerdings noch schwer.
Hoeneß, so Matthäus weiter, meine es nicht böse und wisse genau, was man an Lennart Karl habe. Der Spieler müsse jedoch voll fokussiert sein auf das, was man bei den Bayern von ihm erwarte.
Lennart Karl schwärmte von Real Madrid
Anfang Januar 2026 hatte Karl mit einer provokanten Aussage für Aufsehen gesorgt. Bei einem Besuch eines Fanclubs wurde der damals 17-Jährige gefragt, ob er neben dem FC Bayern noch einen Traumverein habe. Seine Antwort lautete sinngemäß: Der FC Bayern sei ein sehr großer Verein und es sei ein Traum, dort zu spielen. Irgendwann wolle er aber auf jeden Fall zu Real Madrid. Das sei sein Traumverein, doch das solle unter ihnen bleiben.
Die Bemerkung löste nicht nur in der Bayern-Anhängerschaft für Kritik und Diskussionen über seine Loyalität aus. Auch Hoeneß war alles andere als amüsiert. Karl entschuldigte sich intern bei den Vereinsverantwortlichen und stellte klar, dass er sich in München sehr wohlfühle. (mbr)

