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FC Viktoria KölnGroße Hoffnung in Wunderlichs Rückkehr

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Viktorias Kapitän Mike Wunderlich kehrt gegen Unterhaching zurück in den Kader.  

Köln – Unter der Woche kehrte der Kapitän zurück aufs Feld. Mike Wunderlich unternahm nach auskuriertem Muskelfaserriss und einer knapp dreiwöchigen Auszeit erste Comeback-Versuche. Die Übungen sahen vielversprechend aus, einem Einsatz des 34-Jährigen in der Fußball-Drittliga-Partie seines FC Viktoria am Sonntag (14 Uhr, Alpenbauer Sportpark) bei der SpVgg Unterhaching steht offenbar nichts im Wege. „Ich hoffe, am Wochenende wieder dabei sein zu können. Mir geht es den Umständen entsprechend gut und vom Heilungsverlauf liege ich im Korridor“, erklärte Kölns Mittelfeld-Regisseur optimistisch.

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Sein Mitwirken erscheint in diesen Tagen zwingender denn je: Gerade am vergangenen Freitag, beim enttäuschenden 0:2 daheim gegen Spitzenreiter 1.FC Saarbrücken, wurde man das Gefühl nicht los, dass der Mannschaft der Kopf fehlt, eine Leitfigur, die vorangeht und die Richtung vorgibt. Der Kapitän scheut sich nicht, die schwierige Situation rund um die Viktoria explizit darzulegen: „Fakt ist, dass wir mehr Konstanz in unsere Leistungen bekommen müssen“, fordert Wunderlich. „Wir müssen lauter, aggressiver werden und uns als Team präsentieren.“

Angesichts von drei Niederlagen aus den vergangenen vier Begegnungen hofft auch Trainer Pavel Dotchev auf eine rasche Wiederkehr seines verlängerten Arms auf dem Platz, am besten bereits in Unterhaching: „Es wäre sehr wichtig, wenn Mike zurückkäme“, sagt der Coach. „Ich werde mich täglich mit ihm beschäftigen, er ist ein enorm wichtiger Spieler für uns.“Unmittelbar nach dem zuweilen lethargisch wirkenden Auftritt gegen Saarbrücken hatte Dotchev sein Team zu einer Besprechung um sich gescharrt – nicht aus Gründen der Abstrafung, wie er betont: „Es war eine sehr konstruktive Besprechung, ein Diskurs und kein Monolog von mir. Ich wollte einfach einige Informationen aus der Mannschaft bekommen“, beschreibt der 55-Jährige den Verlauf des Treffens, das bestenfalls entkrampfende Wirkung haben soll.

Vier Spieler fallen aus

Über den vergangenen Freitag würde der Deutsch-Bulgare ohnehin am liebsten den Mantel des Schweigens legen: „Alles ist schief gelaufen“, sagt Dotchev. „Ein Eigentor, ein Platzverweis und ein zweiter Gegentreffer direkt nach der Pause. Es war kein guter Abend für uns.“

Auch für Albert Bunjaku (36) war es ein enttäuschender Arbeitstag: Aufgrund des Platzverweises von Torwart Sebastian Mielitz musste Viktorias Angreifer bereits nach 45 Minuten aus taktischen Gründen das Feld verlassen, quittierte den Wechsel anschließend mit einer missmutigen Attitüde, was wiederum seinen Trainer verärgerte: „Dafür habe ich kein Verständnis“, so Dotchev. „Aber wir haben uns ausgesprochen.“

Kölns Keeper Mielitz ist für seine Rote Karte mit einer Sperre von zwei Spielen belegt worden, seinen Platz zwischen den Pfosten werden entweder der junge Yannik Bangsow oder Routinier André Weis einnehmen.Während Moritz Fritz nach ausgeheilter Platzwunde über dem linken Auge dem FC Viktoria wieder zur Verfügung steht, werden die beiden Innenverteidiger Maximilian Rossmann und Sead Hajrovic sowie Mittelfeldspieler René Klingenburg den Charterflug nach München nicht mit antreten. Bis Samstag befinden sich die Spieler aufgrund von Corona-Infektionen noch in häuslicher Quarantäne.