Abo

WassersportVom Aufblas-Boot bis zur Riesen-Jacht – Das sind die Trends auf der Düsseldorfer „Boot“

Lesezeit 3 Minuten
Düsseldorf ist noch bis Sonntag das Mekka für Wasser- und Boot-Fans.

Düsseldorf ist noch bis Sonntag das Mekka für Wasser- und Boot-Fans.

Von der Luxusyacht bis zum Paddelboot reicht die Palette diesmal, auch Tauchen und Kanufahren ist bis Sonntag, 29. Januar, in Düsseldorf möglich.

Kaum eine Messe war so hart von der Corona-Pandemie betroffen wie die „Boot“. 2020, wenige Wochen bevor die Virus-Krankheit Deutschland erreichte, fand sie noch statt. 2021 wollte man die weltgrößte Indoor-Wassersport wegen der Pandemie auf Ende April verschieben. Doch schon im Januar 2021 entschied sich Messe-Chef Wolfram Diener für eine Komplettabsage mit dem Statement: „Die nächste Boot öffnet, wie im Messekalender terminiert, ihre Tore vom 22. bis 30. Januar 2022“.

Wie viele Manager zu diesem Zeitpunkt unterschätzten die Düsseldorfer den Verlauf der Seuche. Diverse Gesundheitskonzepte ließen die Verantwortlichen dann das ganze Jahr über auf eine Veranstaltung Anfang 2022 hoffen. Die Vorbereitungen waren weit gediehen. Wenige Tage vor dem geplanten Start im Dezember 2021 hieß es dann vom NRW-Gesundheitsministerium: „Keine großen Publikumsmessen im Januar möglich.“

Mehr als 1500 Aussteller, 16 Hallen, 68 Länder

Ein Jahr später scheint sich alles zum Guten zu wenden. Die erste „Boot“ nach langer Zwangspause öffnete am vorigen Samstag und hat noch bis Sonntag, 29. Januar ihre Pforten geöffnet. Die Erwartungen sind groß. Mehr als 1500 Aussteller in 16 Messehallen auf einer Fläche von 31 Fußballfeldern. Unternehmen aus 68 Ländern sind am Start. Ein Überblick über die Highlights der „Boot 2023“.

Alles zum Thema Corona

Luxusjachten für Millionen

Halle 6 ist traditionell die Heimat der Superjachten, für die Meisten eher zum Träumen als zum selber kaufen. Spektakulär in diesem Jahr ist die Sunseeker 95. Mit 28 Metern Länge und fünf Kabinen bietet sie großzügig Platz für ein Dutzend Mitreisende. Das Besondere: Die Mastersuite erstreckt sich über drei Ebenen. Der Schlafraum ist auf dem Hauptdeck, darunter folgt ein Ankleidezimmer und wieder eine Etage tiefer ist das Bad. Gedacht ist das Schiff übrigens für Eignergemeinschaften, was es ein kleines bisschen erschwinglicher machen soll. Der Gesamtpreis ist zwar Geheimsache, gebrauchte Sunseeker 95 werden aber zwischen sieben und neun Millionen Euro gehandelt.

Elektro-Boote für Umweltbewusste

„Sehr viel Aufmerksamkeit erhalten bei der Boot 2023 alternative Antriebe, vor allem elektrische“, sagte Boot-Chef Petros Michelidakis dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Ein Beispiel ist „Portless Catamaran 19“. Der Elektromotor wird über das Solarmodul auf dem Dach angetrieben. Acht Personen haben unter dem Sonnendach Platz. Einen teuren Liegeplatz braucht man auch nicht: Das Boot ist aufblasbar.

Paddeln für Aktive

Im 100 Meter langen Kanukanal in Halle 14 können Fans des Paddelns diverse kleine Kajaks und Kanus direkt ausprobieren, vor Waldkulisse übrigens.

Tauchen im neuen Tauchturm

Nach 42 Jahren gibt es einen neuen Tauchturm auf der Boot in Halle 12. Sein Fassungsvermögen beträgt 200.000 Liter Wasser. Die runde Konstruktion ermöglicht Zuschauern einen 360-Grad-Blick auf das Geschehen im Wasser. Mit einem Durchmesser von acht Metern und einer Höhe von vier Metern ist der neue Tauchturm ein beeindruckender Blickfang, der nicht nur Taucher begeistern wird.


Die Boot ist noch bis Sonntag, 29. Februar von 10 bis 18 Uhr in Düsseldorf geöffnet. Tageskarten kosten 19 Euro, ermäßigt zwölf Euro. Für Kinder werden sieben Euro fällig.

KStA abonnieren