Die Komikerin ist mit Sketch-Sendungen wie „Die Wochenshow“ und „Ladykracher“ bekannt geworden.
150 aus 150Anke Engelke prägt seit 30 Jahren die deutsche Comedy-Szene

Anke Engelke in der WDR‑Talksendung „Kölner Treff“ im Oktober 2025.
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Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 124. Teil der Serie geht es um die Komikerin, Schauspielerin und Moderatorin Anke Engelke.
Bedeutung
Anke Engelke ist seit dreißig Jahren eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Comedy-Szene. Sie sang als Kind in einem Schulchor, der Udo Jürgens begleitete. Mit ihm trat sie als Elfjährige in einem Duett auf und wurde so von RTL entdeckt, wo sie zwei Jahre die Sendung „Moment mal“ moderierte. Weitere Moderationen im Jugendalter folgten, so beim ZDF-Ferienprogramm. Sie begann ein Studium der Anglistik, Romanistik und Pädagogik.
Anke Engelke
Geboren: 21. Dezember 1965 in Montreal
Von 1996 bis 2000 gehörte Engelke zum Team der Sketch-Sendung „Die Wochenshow“, ebenso wie Bastian Pastewka, mit dem sie seitdem erfolgreich in verschiedenen Formaten auftritt. In der erfolgreichen Comedy-Serie übernahm sie zahlreiche Rollen. Ihre Verwandlungskunst bewies sie in der eigenen Serie „Ladykracher“, die 2002 bis 2003 und 2008 bis 2013 bei SAT 1 lief. Mit acht Staffeln ist die Sendung das erfolgreichste Sketchformat. Seit 2000 ist Engelke als Schauspielerin in TV- und Kinofilmen zu sehen, auch in ernsten Rollen.
Das Multitalent moderiert Gala-Shows wie den Deutschen Filmpreis und ist Synchronsprecherin. So leiht sie ihre Stimme der Zeichentrickfigur Marge Simpson oder dem Doktorfisch Dori aus „Findet Nemo“. In der Vorschulsendung „Die Sendung mit dem Elefanten“ hat sie seit dem Start 2007 mit der „Anke-Welt“ eine eigene Rubrik. In Podcasts spricht sie auch über Alltagserfahrungen.
Wirken in Köln
Die bekennende Kölnerin lehrte von 2012 bis 2017 Fernsehdramaturgie und kreative Fernsehproduktion an der Kunsthochschule für Medien.
Bemerkenswert
Seit 2003 engagiert sich Anke Engelke als Botschafterin für das Medikamentenhilfswerk action medeor, für das sie mehr als zwei Millionen Euro eingeworben hat. Seit 1989 tritt sie mit ihrer Schwester Susanne als Sängerin der Soul- und Funk-Cover-Band „Fred Kellner und die famosen Soulsisters“ auf. Alljährlich geht die Band zu Jahresbeginn für zwei Wochen auf Tournee. 2000 hatte Engelke eine Sprechrolle in dem Lied „Frequenzkontrolle“ von Nina Hagen. Ihre Texte lernt sie beim Laufen oder beim Kochen.
Spuren in der Stadt
In dem Film „Südstadt“, von Regisseur Matti Geschonneck nach einem Drehbuch von Magnus Vattrodt im gleichnamigen Veedel gedreht, spielt Engelke eine der Hauptrollen.
Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.
