Der Autor zählt zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern der letzten Jahrzehnte. Seine Romane spielen nicht nur in Köln.
150 aus 150Frank Schätzing schreibt Köln-Krimis und Thriller

Der Kölner Autor Frank Schätzing. (Archivfoto)
Copyright: Arton Krasniqi
Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 32. Teil der Serie geht es um den Bestsellerautor Frank Schätzing.
Bedeutung
Frank Schätzing zählt zu den meistgelesenen Autoren Deutschlands und hat auch international viele Leserinnen und Leser. Seinen Debütroman „Tod und Teufel“ brachte der Kölner Verlag Emons 1995 in der Reihe „Köln Krimi“ heraus. In dem Mittelalter-Roman um den Tod des Dombaumeisters erzählt Schätzing den Machtkampf zwischen Bürgern und Erzbischof. Dabei mischen sich fiktive mit realen Personen. Der Roman erfuhr 2024 eine Fortsetzung.
Schätzing schrieb weitere Köln-Krimis, unter anderem den Thriller „Lautlos“ über einen Mordanschlag auf den US-Präsidenten anlässlich des G8-Gipfels 1999. 2004 veröffentlichte Schätzing mit „Der Schwarm“ einen Science-Fiction-Roman, in dem die Menschheit von einem unbekannten maritimen Lebewesen bedroht wird. Das Buch wurde in 27 Sprachen übersetzt und weltweit in 4,5 Millionen Exemplaren verkauft. Für den Welterfolg recherchierte Schätzing systematisch in den Naturwissenschaften.
Seine umfangreiche Materialsammlung wertete der Autor für ein Sachbuch mit dem Titel „Nachrichten aus einem unbekannten Universum“ aus. Dieses Buch wurde 2010 als dreiteilige Dokumentation „Terra X – Universum der Ozeane“ verfilmt. Nach weiteren Romanen veröffentlichte Schätzing 2025 ein Buch über David Bowie und seinen eigenen Lebensweg.
Frank Schätzing
Geboren: 28. Mai 1957 in Köln
Wirken in Köln
Schätzing studierte nach dem Abitur am Gymnasium Kreuzgasse Kommunikationswissenschaft an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation (WAK). Danach war er in der Werbebranche als Creative Director tätig. 1990 war er Mitgründer der Kölner Werbeagentur Intevi, deren Geschäftsführung er bis 2006 angehörte. Das Unternehmen arbeitete unter anderem für die Kölner Schallplattenfirma EMI. 2002 erhielt Schätzing den Köln-Literatur-Preis und 2006 die Dr.-Kurt-Neven-DuMont-Medaille der WAK. Der Autor ist überzeugter Kölner, sieht aber die Entwicklung der Stadt kritisch. 2024 spornte er die „Stadtgewaltigen“ im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ an, Köln zur Metropole zu entwickeln.
Bemerkenswert
Schätzing veröffentlichte 2019 mit „Taxi Galaxi“ sein erstes Album als Musiker.
Spuren in der Stadt
Stadtgeschichten Köln bietet eine Stadtführung zu „Tod und Teufel“ an.
Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.
