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Eucharistischer KongressBeten und Feiern in Köln

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Köln – Der Name ist sperrig. Eucharistischer Kongress, das klingt nach frommer Fachtagung, nach trockenen theologischen Debatten. Doch gerade das soll die Großveranstaltung, die das Erzbistum Köln vom 5. bis 9. Juni für die Deutsche Bischofskonferenz ausrichtet, nach dem Wunsch der Organisatoren nicht sein. Ein „Fest der Begegnung mit Christus und untereinander“, das wünscht sich der Gastgeber, der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Ein Fest, das helfen soll, „unseren Glauben aus seiner Mitte heraus tiefer zu verstehen“.

Projektleiter Hermann-Josef Johanns spricht von einem „generationsübergreifenden Weltjugendtag“, und der 62-Jährige weiß, wovon er redet: Er hat 2005 mit großem Erfolg den Weltjugendtag mit Papst Benedikt XVI. organisiert, der mit mehr als einer Million jungen Gästen aus aller Welt eine knappe Woche lang das Bild der Stadt geprägt hat. Wenn die mehr als 25000 erwarteten Gäste des Eucharistischen Kongresses auch nur ein klein wenig von dieser Atmosphäre wieder lebendig werden ließen, wären die Veranstalter wohl schon zufrieden. Die Erwartung, dass der Eucharistische Kongress für einen „geistlichen Ruck“ in der katholischen Kirche Deutschlands sorgt, wie Kardinal Meisner ihn sich erhofft, halten Skeptiker allerdings für überzogen.

Das rund 20-köpfige Organisationsteam um Johanns hat in jedem Fall ein umfangreiches, keineswegs nur frommes Programm zusammengestellt. Kern des Kongresses (Leitwort: „Herr, zu wem sollen wir gehen?“) mit insgesamt mehr als 800 Veranstaltungen sind natürlich Gottesdienste, Katechesen, Möglichkeiten zu Anbetung und Beichte in zahlreichen Kölner Kirchen, geistliche Vorträge, Diskussionen und Führungen.

Riesen Kulturprogramm

Aber das mehr als 300 Seiten starke Programmheft enthält auch ein breit gefächertes kulturelles Angebot: Ausstellungen in verschiedenen Museen, Filme, Lesungen (unter anderem mit Ulla Hahn, Navid Kermani und Felicitas Hoppe), Konzerte (unter anderem die „Kathedralklänge“ in der Philharmonie) und ein musikalisches Programm auf den Bühnen am Neumarkt und auf dem Roncalliplatz. Ein Jugendfestival ist geplant, ebenso ein Schüler- und ein Familientag.

Und es gibt eine Reihe zentraler Veranstaltungen: den Eröffnungsgottesdienst am Mittwochabend am Tanzbrunnen, wo ein 20 Meter hohes beleuchtetes Kreuz als Wahrzeichen des Kongresses aufgestellt wird; die Abschlussmesse am Sonntag im Rheinenergie-Stadion, zu der Kardinal Meisner alle Kommunionkinder dieses Jahres eingeladen hat und die live im ZDF übertragen wird; dazwischen die ökumenische Vesper am Donnerstag im Dom, am Freitag das „Fest im Glauben“ mit kölschen und internationalen Musik-Stars in der Lanxess-Arena. Ein „faszinierendes Zusammenspiel von Licht, Musik und geistlichen Impulsen“ erwartet die Besucher von Mittwoch bis Samstag jeweils zwischen 22 Uhr und 23 Uhr im Dom. Bei „Lux Eucharistica" wird die Kathedrale ähnlich spektakulär ausgeleuchtet wie beim Chorfestival Pueri cantores im Jahr 2004 – diesmal werden aber die Bänke nicht ausgeräumt.

Wer ein Pilgerticket besitzt, hat freien oder ermäßigten Eintritt in mehreren Museen, zur Dombesteigung und in die Domschatzkammer – und er bekommt in 28 Restaurants für 6,50 Euro einen „Pilgerteller“ serviert. Inhaber eines Dauertickets haben zudem freie Fahrt mit Bus und Bahn in Köln.