Biergarten der Kleingartenanlage Kletterrose„Wir haben auf und jeder ist glücklich“

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  • Bewirtete Hinterhöfe, Restauranttische inmitten einer Blütenpracht und idyllische Gärtchen zum Speisen und Verweilen gibt es in Köln mehr als man denkt
  • In unser PLUS-Sommerserie stellen wir solche Lokale vor
  • Heute der Biergarten der Kleingartenanlage Kletterrose

Köln – Das vergangene Jahr sollte für die Sülzer Kletterrose ein ganz feierliches werden: Der 100. Geburtstag der Kleingartenanlage stand an, und ein neuer Betreiber für die vereinseigene Gastronomie stand ebenfalls in den Startlöchern. Doch als die neu eingerichtete Küche endlich vom Bauamt abgenommen war und nicht jedes Mal der Innenhof überflutete, wenn die Spülmaschine laufen sollte, kamen die Corona-Einschränkungen. Seit dem vierten Juni dieses Jahres ist endlich alles gut: „Wir haben auf und jeder ist glücklich“, sagt Pächter Ferdi Schran.

Den Menschen in Sülz oder Spaziergängern im Beethovenpark ist diese etwas versteckt liegende Anlage schon lange vertraut. Sie kennen die wechselhafte Pächtergeschichte und stellten in den zurückliegenden Jahren vor allem eine Frage: „Ist der Biergarten in Betrieb oder nicht?“

Das lag sowohl an den unterschiedlichen, nicht immer mit der Vereinsführung kompatiblem Konzepten vergangener Wirte als auch an den nicht ganz einleuchtenden Öffnungszeiten. Jetzt ist alles unkompliziert. Die Mittagspause, für die man die Gäste früher hinauskomplimentieren musste, wurde abgeschafft, der Ruhetag ebenfalls. Sofern es nicht in Strömen regnet, ist geöffnet. Streng genommen zwar nur für die Vereinsmitglieder, deren Besucher oder Angehörige, aber so streng will der neue Pächter das nicht sehen.

Viele Jahre Gastronomieerfahrung in der Altstadt

Ferdi Schran ist ein erfahrener Gastronom. 17 Jahre lang lang war sein Arbeitsplatz das Gildenhaus in der Altstadt, fünf Jahre leitete er das Sülzer Lokal „Em Birkebäumche“. Jetzt ist der Mann auf der anderen Seite des Beethovenparks. Es sei ihm „im Vorruhestand zu langweilig“ gewesen, deshalb sei er dem Ruf von Robert Josephs gefolgt. Der Kletterrosen-Vorstand „hat mir alle Freiheiten gegeben“, betont Schran, der deshalb auch sagen kann: „Ich mache meine Karte so, wie ich sie schön finde.“

Es ist eine einfache, deutsche Speisekarte, mit ungarischer Gulaschsuppe, mit frischen Reibekuchen (immer mittwochs) und regelmäßig Fisch am Freitag. „Wir machen alles selber und frisch“, unterstreicht der Wirt und verweist auf den halben Meter Kalbsbratwurst mit Pommes (11,90 Euro), Schnitzel Wiener Art mit Pommes , Salat mit Putenbruststreifen Kartoffelecken (beides 10,90 Euro), Bockwurst mit Brot (3,50 Euro), Currywurst mit Pommes oder Flammkuchen (beides 7,90 Euro). Neben der festen Karte gibt es wechselnde Tagesgerichte wie Krustenbraten mit Rotkohl und Kartoffelecken, Leberkäse mit Bratkartoffeln und Spiegelei, Dicke Bohnen mit Speck oder Möhren untereinander.

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Nachmittags zwischen 14 und 17 Uhr können frische Waffeln (ab 3,50 Euro) bestellt werden, außerdem gibt es ein wechselndes Kuchen- und Tortenangebot sowie Eis. In der Kletterrose sprudelt neuerdings Reissdorf aus dem Hahn (1,70 Euro), der Cappuccino kostet 2,50 Euro.

Biergarten der Kletterrose e.V., Sülzer Aquarienweg 7, 50937 Köln. Öffnungszeiten (außer bei starkem Regen) täglich ab 12 Uhr, sonntags schon ab 11 Uhr, Ende offen.   

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