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Antrag der BV-InnenstadtVerwaltung soll Südstadt-Kita bis mindestens 2028 erhalten

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16.06.2026, Köln: Eltern protestieren gegen Schließung ihrer Südstadt-Kita. Foto: Arton Krasniqi

Von Seiten der Eltern gab es bereits Protest gegen die geplante Schließung.

Die Bezirksvertretung Innenstadt fordert die Stadt auf, auf das Angebot des Vermieters zur Erhaltung der Kita einzugehen.

Die von der Schließung bedrohte Kita Karl-Korn-Straße in der Südstadt soll nach dem Willen der Mehrheit in der Bezirksvertretung Innenstadt ihren Betrieb bis mindestens Ende 2028 fortsetzen können. Am Donnerstag hat das Gremium auf einen Antrag der Grünen hin, dem sich Linke, CDU und Volt angeschlossen hatten, die Verwaltung aufgefordert, ein entsprechendes Angebot des Vermieters anzunehmen.

Nach Angaben von Reinhold Goss, Vorsitzender der Grünen-Fraktion, hat der Eigentümer der Stadt vorgeschlagen, einen Folge-Mietvertrag ohne feste Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten bis zum jeweiligen Jahresende zu schließen. Da der aktuelle Vertrag im März 2027 ausläuft, hätte der neue wegen der zeitlichen Konditionen der Kündigung mindestens bis Ende 2028 Bestand.

Stadt will Mieterhöhung für die Immobilie nicht akzeptieren

Im Antrag, gegen den die Sozialdemokraten und die Vertreterin der AfD stimmten, heißt es, bis dahin solle der Betrieb fortgesetzt werden, „es sei denn, für alle betroffenen Kinder liegt zu einem früheren Zeitpunkt eine bedarfsgerechte, mit den Eltern abgestimmte Anschlusslösung vor“. Der Kita, in der 50 Kinder in drei Gruppen betreut werden, droht das Aus, weil die Stadt die Mieterhöhung, die der Eigentümer der Immobilie fordert, nicht akzeptieren will.

Der Betrag liegt ihrer Ansicht nach über dem, was sich vertreten lässt. Wenn sich die beiden Parteien nicht doch noch einigen, ist im nächsten März Schluss. Die Kinder müssten die Einrichtung sogar schon zum Ende dieses Jahres verlassen, weil die Stadt einige vertraglich zugesicherte Rückbauarbeiten durchführen muss. Eine Online-Petition zum Erhalt der Kita ist bisher über 2100 Mal unterschrieben worden.

Verunsicherung der Kinder müsse begegnet werden

Mit ihrem Vorstoß wollen die Bezirksvertreter, die dem Antrag zugestimmt haben, den Jungen und Mädchen mehr Zeit in der vertrauten Umgebung verschaffen und dafür sorgen, dass sie, wenn es denn nötig wird, in aller Ruhe Abschied nehmen können. Auf alle Fälle sollen sie nicht mitten in einem Schuljahr herausgerissen werden. Der „aktuellen Verunsicherung“ der Kinder, Eltern und Mitarbeitenden müsse kurzfristig begegnet werden, heißt es in der Begründung der Dringlichkeit des Antrags. „Insbesondere Kindergartenkinder dürfen nicht mit Zukunftsängsten in die Sommerferien verabschiedet werden.“

Die BV fordert die Verwaltung außerdem auf, eine „stadtteilbezogene Bedarfsanalyse“ für die Neustadt und die Altstadt Süd vorzulegen, die ausweist, wie groß die freie Kapazität der fünf Einrichtungen ist, die den Eltern als Alternativen benannt worden sind. Zu berücksichtigen sei auch, wie viele Plätze des geplanten Betriebskindergartens am Krankenhaus „Severinsklösterchen“ für Kinder von Eltern außerhalb der Klinikbelegschaft vorgesehen sind.