Die Feltenstraße wird zu einer Fahrradstraße umgestaltet, weshalb künftig nur noch vierzehn legale Pkw-Stellplätze vorgesehen sind.
Quartiersgarage und Feierabendparken im GesprächFeltenstraße in Bickendorf wird zur Fahrradstraße

Das ungeordnete Abstellen von Fahrzeugen ist in der Feltenstraße bislang üblich.
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In der Feltenstraße stehen große Veränderungen an. Schon in gut einem halben Jahr, so die Prognose der Verwaltung, soll sie zu einer Fahrradstraße umgestaltet sein. Sie ist Teil des Ehrenfelder Radverkehrskonzepts und speziell des „grünen Netzes“, das Radfahrern auch abseits der Hauptverkehrsrouten sichere Verbindungen zwischen Stadtzentrum und den äußeren Stadtteilen bieten soll.
Das bedeutet aber auch, dass das derzeit übliche ungeordnete Abstellen von Pkw auf der Fahrbahn und teils auf Gehwegen im Sinne der Sicherheit für Radfahrer in der Feltenstraße künftig nicht mehr geduldet wird. Außerdem werden zusätzliche Fahrradabstellplätze eingerichtet, sodass nach einer Rechnung der Verwaltung lediglich 14 legale Pkw-Stellplätze übrig bleiben.
SPD fordert Prüfung einer Quartiersgarage
Eine große Umstellung für die Bewohner der Feltenstraße, meint Udo Hanselmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Mitglied der SPD-Fraktion in der Ehrenfelder Bezirksvertretung, die im Vorfeld der Sanierung nicht ausreichend diskutiert worden sei. Seine Fraktion stellte daher den Antrag, die Verwaltung solle prüfen, ob im Zuge der ebenfalls anstehenden umfassenden Sanierung des Montessori-Gymnasiums auch eine Quartiersgarage eingerichtet werden kann.
Untersucht werden soll dabei, ob es planerisch, baurechtlich und wirtschaftlich möglich ist, den Anwohnern Plätze in dieser Garage zur Verfügung zu stellen. Das Grundstück des Montessori-Gymnasiums befindet sich für Bewohner der Feltenstraße gleich um die Ecke.
Zudem soll kurzfristig der Kontakt zu Vertretern der etwas weiter, an der Rochusstraße 227–235 gelegenen Lidl-Filiale gesucht werden. Zu klären sei, ob und zu welchen Bedingungen dort ein Modell des sogenannten „Feierabendparkens“ angeboten werden kann. Dabei dürfen die Parkplätze von Märkten außerhalb der Geschäftszeiten von Anwohnern genutzt werden. In der Lidl-Filiale Leyendeckerstraße habe sich das Modell bewährt, so die Sozialdemokraten.
Der Antrag erhielt die Zustimmung aller Bezirksvertreter, die Grünen-Fraktion allerdings enthielt sich des Votums, als es um eine mögliche Tiefgarage auf dem Gelände des Montessori-Gymnasiums ging.
