Die AfD verliert in Ehrenfeld ihren Fraktionsstatus. Für die Partei hat das weitreichende Folgen.
Politischer BruchAfD-Fraktion in Ehrenfeld löst sich nach Streit auf

Das Bild zeigt das Logo der AfD-Fraktion in Köln. In Ehrenfeld gehen die Vertreterin und der Vertreter nun getrennte Wege. (Symbolbild)
Copyright: IMAGO/NurPhoto
Die Vertreterin und der Vertreter der AfD in der Bezirksvertretung (BV) Ehrenfeld haben ihre Fraktion aufgelöst. Das hat der Bezirksbürgermeister Volker Spelthann (Grüne) dem Gremium in seiner Sitzung am Montagabend (11. Mai) bekannt gegeben.
Liane Bchir habe mitgeteilt, nicht mehr neben Helleckes sitzen zu wollen. Beide bleiben weiterhin Mitglieder der BV. Die AfD verliert damit auch Gelder für ihre politische Arbeit in Ehrenfeld.
AfD verliert Geld und Fraktionsrechte in Köln-Ehrenfeld
In einer BV braucht es anders als im Rat nur zwei Personen, um eine Fraktion zu bilden. Als solche arbeiteten Bchir und Helleckes seit der Kommunalwahl vorigen Herbst zusammen – bis zur BV-Sitzung am Montag, erst der fünften in dieser Wahlperiode.
Mit zwei Einzelmandatsträgern statt einer Fraktion in der BV ist die AfD damit nicht mehr in den Sitzungen der Fraktionsvorsitzenden vertreten. Den Vorsitz der AfD-Fraktion hatte Helleckes inne, der nun auf Sonderzulagen für die Position verzichten muss. Auch einen für ihre Arbeit von der Stadt gestellten Fraktionsraum muss die AfD nun abgeben.
Felix Helleckes, der sich als Streamer in den Sozialen Medien zeigt, ist vom Amtsgericht Köln Anfang des Jahres rechtskräftig zu einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro wegen Beleidigung und einem Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz zum Nachteil einer Grünen-Ratsfrau verurteilt worden.
