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Engpass TrankgasseStadt reagiert nach Stau-Chaos am Dom

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Aufgrund der Verkehrssituation rund um die gesperrte Trankgasse und den Gulliver-Tunnel kommt es zu enormen Verkehrsbehinderungen.

Die Stadt Köln hat den Gulliver-Tunnel in der Innenstadt gesperrt

Seit Monaten kommt es immer wieder zu massiven Staus, vor allem im Anschluss an Philharmonie-Konzerte.

Die massiven Staubelastungen im Umfeld von Philharmonie und Dom haben Verkehrsdezernent Ascan Egerer in Teilen zum Umdenken bewogen. Durch die Sperrung der Trankgasse und die zusätzlichen Arbeiten zur nördlichen Domumgebung sowie die Sperrung des Gullivertunnels kommt es immer wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Nach Philharmonie-Konzerten brauchen Autofahrer laut eigenen Berichten teils über eine Stunde, um aus der Engstelle abfahren zu können. Ratspolitiker hatten bereits im März die Freigabe der Trankgasse für den Autoverkehr  gefordert.

„Wir sind mit den Engpässen und Staus ebenfalls unzufrieden und haben Maßnahmen ergriffen“, erklärte der Verkehrsdezernent am Freitag in einem Social-Media-Kommentar. So solle zum besseren Ablauf aus dem Parkhaus eine zweite Fahrspur freigegeben und ein Radstreifen weggenommen werden. Eine Ampel sei umgestellt worden. Der Beigeordnete kündigte zudem „technische Verbesserungen in den Ein- und Ausfahrten des Parkhauses“ an.

Trankgasse seit 2023 gesperrt

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Egerer am Sonntag, die zweite Fahrspur werde „innerhalb weniger Wochen“ eingerichtet. Auf die Forderung nach einer Freigabe der Trankgasse für den Autoverkehr ging der Dezernent nicht ein. Die Trankgasse ist seit 2023 für den Autoverkehr gesperrt, weil die Stadt dort eine Fahrradstraße eingerichtet hat. Seitdem ist es nicht mehr möglich, in Richtung der Komödienstraße zur Nord-Süd-Fahrt zu gelangen. CDU, SPD und FDP/KSG wollen die Trankgasse wieder für den Autoverkehr öffnen, Grüne und Volt lehnen das ab.

In seinem Online-Beitrag verweist der Dezernent darauf, dass die Verkehrsmaßnahmen auf politischen Beschlüssen beruhten. Ursächlich sei vor allem der Umbau der nördlichen Domumgebung an der Trankgasse. Dazu seien die Brückenschäden am Gulliver-Tunnel  gekommen.

Durch die Sperrung der Trankgasse müssen Autofahrer durch den Gulliver-Tunnel fahren, um dann über die Rheinuferstraße nach Süden in Richtung Rheinauhafen und nach Norden in Richtung Zoobrücke zu kommen. 

Doch letzteres ist aufgrund der Sperrung des Tunnels nicht mehr möglich. Anfang des Jahres waren dort Gewölbeschäden entdeckt worden, sodass der gesamte Verkehr über die Rheinuferstraße in Richtung Süden fließen muss. Wer in den Norden zur Zoobrücke gelangen möchte, muss erst eine Schleife Richtung Süden fahren, um dann an der Auffahrt zur Deutzer Brücke zu wenden. Auch der ADAC hatte schon damals auf die Probleme aufmerksam gemacht und die Stadt zum Handeln aufgefordert. 

Die Arbeiten an der nördlichen Domumgebung dauern planmäßig bis Anfang 2028. Wann der Gulliver-Tunnel wieder freigegeben werden kann, ist noch unklar. Egerer kündigt an, dass die rege Bautätigkeit in diesem Bereich weitergehen werde, zumal 2028 der Musical-Betrieb am Dom endet und der Umbau zur Erweiterung des Hauptbahnhofs um zwei S-Bahn-Gleise beginnen soll. Die verkehrlichen Belastungen würden sich dennoch reduzieren, so Egerer. Der Dezernent äußert zu der aktuellen Lage: „Ich bedauere wirklich, dass es diese Belästigungen zu den Spitzenzeiten gibt. Das ist nicht das, was wir wollen.“