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Für mehr Sicherheit in der Stadt
Kölner Polizisten bekommen neue Kollegen

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Eine Hundertschaft begleitet die Demo „Köln gegen Rechts“.

Köln – Köln bleibt mit deutlichem Abstand die größte Polizeibehörde in Nordrhein-Westfalen. Jedes Jahr zum 1. September verteilt das Innenministerium in Düsseldorf die frisch ausgebildeten Kommissare auf die 47 Behörden im Land: Köln verzeichnet mit 46 neuen Stellen den höchsten Zuwachs. Insgesamt 4546 Beamte und Tarifangestellte sind dann bei der Polizei beschäftigt. Es folgen Düsseldorf (2912 Beschäftigte/plus 18), Dortmund (2679/plus 19) und Essen (2113/plus 39).

Die Kölner CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Petelkau, Oliver Kehrl und Florian Braun äußerten sich zufrieden: „Dass jetzt zusätzliche Stellen nach Köln kommen, ist eine gute Nachricht für die Stadt und ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit in unseren Ballungsgebieten.“

Staatsschutz wird verstärkt

Den größeren Polizeibehörden im Land schreibt das Ministerium in Zeiten erhöhter Terrorgefahr vor, eine bestimmte Zahl der neu zugewiesenen Stellen für den Bereich Staatsschutz einzusetzen. Wie viele das in Köln sind, dazu machte ein Sprecher keine Angaben.

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Bei der Zuweisung der Personalstellen an die einzelnen Behörden („belastungsbezogene Kräfteverteilung“) spielt die jeweilige Kriminalitäts- und Unfallentwicklung der vergangenen zehn Jahre die entscheidende Rolle. Dieses Jahr hat Innenminister Herbert Reul (CDU) eine neue Gewichtung vorgenommen: Erstmals wurden Bagatelldelikte und leichte Verkehrsunfälle aus dem Straftaten-Aufkommen herausgerechnet. Denn nach Ansicht des Ministers verzerren Fälle wie Schwarzfahren oder auch Blechschäden die Statistik. Gleichzeitig gewichtete das Ministerium Delikte der Straßenkriminalität und vor allem den Wohnungseinbruch höher.

Als Millionenstadt mit einem dichten Straßenbahn- und Busnetz, einem hohen Autoaufkommen sowie traditionell hohen Einbruchszahlen dürfte Köln von den neuen Berechnungskriterien profitiert haben.

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