Prinz-Alfred-Hirsche stammen ursprünglich von den Philippinen. Durch Jagd und Waldrodung wären sie fast ausgestorben.
Ursprung auf den PhilippinenNachwuchs bei seltener Hirschart im Kölner Zoo

Die kleine Aurea ist am 9. Februar zur Welt gekommen.
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Die Prinz-Alfred-Hirsche im Kölner Zoo haben Nachwuchs bekommen. Am 6. Februar ist der weibliche Hirsch Aurea zur Welt gekommen, was auf Latein „Die Goldene“ bedeutet. Die Geburt sei wichtig, weil von dieser Art nur noch rund 1400 Tiere in freier Wildbahn leben und Zoos deshalb Erhaltungszucht betreiben, so der Kölner Zoo.
Ursprünglich stammen Prinz-Alfred-Hirsche von den Philippinen. Sie sind etwa so groß wie Rehe, aber massiver und schwerer gebaut. Ihr kurzes, weiches Fell hat ein Muster aus Flecken und Strichen. Sie haben einen schmalen Kopf und kurze Ohren. Das Geweih kann bis zu 25 Zentimeter lang werden. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Knospen und Blättern von Bäumen und Sträuchern. Benannt wurden sie nach dem Sohn der britischen Königin Victoria.
Prinz-Alfred-Hirsche waren fast ausgestorben
Laut Weltnaturschutzunion (IUCN) ist der Prinz-Alfred-Hirsch die weltweit seltenste Hirschart. Während sie früher in Wäldern und auf Grasflächen in Flach- und Hochlandlagen vorkam, ist ihr Habitat heute auf unzugängliche Berghänge beschränkt. Durch Jagd und die Zerstörung ihres Lebensraums durch Waldrodung wurde sie in vielen Gebieten ausgerottet.

Die Prinz-Alfred-Hirsche sind im Kölner Zoo auf der Südostasien-Anlage zu Hause.
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Zu Beginn der 1980er-Jahre schienen die Hirsche bereits ausgestorben zu sein, bis man auf den philippinischen Inseln Panay und Negros noch einige wenige Tiere entdeckte. Sie bildeten die Gründerpopulation für Erhaltungszuchtprogramme, sodass heute wieder rund 170 Tiere in Zoos leben.
Die Hirsche sind in freier Natur meistens als Einzeltiere oder in Gruppen von bis zu drei Tieren unterwegs. Ob das ihr natürliches Verhalten ist oder ob sie früher Rudel gebildet haben, ist jedoch nicht bekannt. Im Kölner Zoo leben die Prinz-Alfred-Hirsche auf der Südostasien-Anlage, gemeinsam mit den Java-Bantengs, einer Wildrind-Art aus Südostasien, und den Sulawesi-Hirschebern, die zur Familie der Schweine gehören.
Der Kölner hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets gibt es unter www.koelnerzoo.de. (lba)
