Es wird aber noch Jahre dauern, bis die denkmalgeschützte Halle wieder genutzt werden kann.
Neueröffnung frühestens 2029Planungen für Trauerhalle auf Kölner Melaten-Friedhof beginnen

Die Trauerhalle des Melaten-Friedhofs ist seit 2023 gesperrt.
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Ein erster Schritt zur Sanierung der Trauerhalle auf dem Melaten-Friedhof steht bevor. Am 2. Juli wird dem Rat ein Planungsbeschluss vorgelegt. Damit werden Ingenieure und Sachverständige beauftragt, den Sanierungsbedarf zu ermitteln und die Arbeiten danach zu planen. Erst danach kann ein Baubeschluss für die Sanierung gefasst und mit den Arbeiten begonnen werden.
Die Stadt rechnet derzeit – wie berichtet – damit, dass die denkmalgeschützte Trauerhalle frühestens 2029 wieder genutzt werden kann. Bis dahin müssen Trauerfeiern weiterhin in der umstrittenen Behelfshalle stattfinden, die im Mai 2023 aufgestellt wurde.

So sieht die umstrittene Ersatzhalle für die marode Trauerhalle aus.
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Bereits seit 2022 wird die 1955 errichtete alte Trauerhalle untersucht. Schäden am Beton hatten zu ersten Sperrungen geführt. Zunächst hoffte die Stadt, dass eine Betonsanierung ausreichen würde. Doch dann wurden immer neue Schäden im Beton, dem Mauerwerk, den Stahlkonstruktionen und der Technik entdeckt. Deshalb habe der Prozess so lange gedauert, hieß es.
Nun steht fest: Das gesamte Ensemble samt Betriebsunterkunft des städtischen Bestattungsdienstes, einem Kühlzellenbereich und den Besuchertoiletten muss überholt werden. Die Bauarbeiten sollen an einen Generalunternehmer übergeben werden. Zu den erwarteten Kosten nannte die Stadt noch keine Zahlen.
Verbesserungen an Ersatzhalle sind nicht vorgesehen
Die Trauerhalle Melaten mit den Vordächern und die dazugehörenden Nebengebäude und Außenanlagen wurden in den 1950er Jahren unter Leitung des Architekturbüros Fritz Schaller erbaut. Hier fanden an den meisten Tagen stündlich Trauerveranstaltungen mit bis zu 120 Personen statt, so die Stadt. „Das Ensemble steht als repräsentative Eingangssituation für den Melaten-Friedhof unter Denkmalschutz.“
Einige Kölner Bestatter hatten sich vor Kurzem in einem Offenen Brief über die Ersatzhalle beschwert und berichtet, dass Trauergesellschaften oft entsetzt über das „Campingzelt“ seien.
Eine Stadtsprecherin sagte dazu: „Der Friedhof Melaten hat aufgrund der hohen Anzahl an Bestattungen, seiner Gestaltung und seiner Historie eine besondere Bedeutung innerhalb der Stadt Köln. Die Möglichkeiten, würdige Trauerfeiern auf diesem Friedhof durchzuführen, sind aufgrund der Sperrung der Trauerhalle leider für die Dauer der Sanierung beeinträchtigt.“ Verbesserungen an der Ersatzhalle seien jedoch nicht geplant.
