Bisher hatte das Domkapitel ein Eintrittsgeld immer abgelehnt. Zur Kasse gebeten werden sollen ausschließlich touristische Besucher.
Entscheidung gefallenKölner Dom kostet künftig Eintritt

Besucherinnen und Besucher des Kölner Doms müssen künftig Eintritt bezahlen. (Archivbild)
Copyright: Oliver Berg/dpa
Besucherinnen und Besucher des Kölner Doms müssen künftig Eintritt bezahlen. Das hat das für die Kathedrale verantwortliche Domkapitel in einer Klausurtagung beschlossen. Dompropst Guido Assmann gab die Entscheidung am Donnerstag in Köln bekannt.
Stark gestiegene Kosten für Personal und Material machten diese Maßnahme erforderlich. „Die Finanzierung dieses lebendigen Glaubens- und Kulturortes kostet Geld – und durch gestiegene Personal- und Sachkosten hat sich der Unterhalt des Domes in den vergangenen Jahren stark erhöht. Um seine Strahlkraft auch für künftige Generationen erhalten und seinen laufenden Betrieb dauerhaft sicherstellen zu können, führt die Hohe Domkirche ab der 2. Jahreshälfte 2026 eine Besichtigungsgebühr für touristische Besucherinnen und Besucher ein“, heißt es einer entsprechenden Pressemitteilung.
Bisher hatte das Domkapitel ein Eintrittsgeld für den Dom immer abgelehnt. Weil aber vor allem in der Coronazeit, in der die Turmbesteigung und Schatzkammer des Domes lange geschlossen bleiben mussten, ein Großteil der Rücklagen aufgebraucht werden musste, sei der Schritt nun notwendig.
Kölner Dom kostet künftig Eintritt – Höhe der Kosten noch unklar
„Ein Schritt, den wir als Domkapitel wohlüberlegt und im Bewusstsein unserer großen Verantwortung gehen“, so Dompropst Guido Assmann. „Er mag manchen als Eingriff in liebgewonnene Gewohnheit erscheinen. Aber er ist alternativlos, wenn wir die Pflege, den Schutz und den laufenden Betrieb des Domes in bewährter Weise fortführen möchten.“
Zur Kasse gebeten werden sollen ab der zweiten Jahreshälfte ausschließlich touristische Besucher. „Wir gehen davon aus, dass sich die neue Gebühr nach einer gewissen Eingewöhnungszeit relativ bald etablieren wird“, so der Dompropst. „Denn mit ihrer Einführung gehen wir einen Schritt, der an vielen anderen Kirchen und Kathedralen ähnlicher Prominenz längst üblich ist.“ Die Höhe der künftigen Besichtigungsgebühr stehe noch nicht fest. Man werde in den kommenden Wochen ein Preisgefüge erstellen und auch über Sonderkonditionen und mögliche ‚Aktionstage‘ mit freiem Eintritt für bestimmte Besucherinnen und Besucher nachdenken, heißt es.
Für Gottesdienstteilnehmer und Betende soll es bei freiem Eintritt bleiben. Auch Mitglieder des Zentral- Dombau-Vereins brauchen nichts zu bezahlen, wenn sie in den Dom wollen.
Mehr Informationen folgen in Kürze.

