Aus 51,8 Millionen Euro sind mittlerweile 190 Millionen Euro geworden, doch der Bau des Museums im Quartier könnte noch teurer werden.
Neues Kölner MuseumNach vielen Kostensteigerungen droht nächster Anstieg

Diese Visualisierung zeigt den Blick in das Innere.
Copyright: Wandel Lorch
Der aktuell laufende Bau des Museums im Quartier (Miqua) vor dem Historischen Rathaus wird mit einiger Wahrscheinlichkeit teurer werden, noch steht das aber nicht fest.
Denn zweieinhalb Jahre vor der angestrebten Fertigstellung im Juni 2028 sind die geplanten Gesamtkosten von 190 Millionen Euro zwar noch nicht ausgegeben, aber „verfügt“, also verplant.
Drastischer Anstieg der Kosten in der Vergangenheit
Das teilte die Stadt Köln am Dienstag im aktuellen Monatsbericht mit und begründete es mit den „enorm gestiegenen Kosten“ im Stahlbau und der erfolgten Beauftragung des Generalunternehmers (GU) für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA).
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Im Bericht heißt es zum Thema Kostenentwicklung: „Das Risiko wird als hoch eingestuft, da das Gesamtbudget in Höhe von 190 Millionen Euro durch die Beauftragung des GU Ausbau/TGA erreicht wurde.“ 2011 waren die geplanten Baukosten mit 51,8 Millionen Euro veranschlagt.

Diese Visualisierung zeigt das Miqua (rechts) neben dem Historischen Rathaus.
Copyright: HH Vision
Im aktuellen Monatsbericht heißt es weiter: „Zur Zeit werden Einsparpotentiale in zweistelliger Millionenhöhe in den verfügten Mitteln geprüft.“ Was zweistellig meint, ließ die Verwaltung am Dienstag auf Nachfrage zunächst offen. Ebenso wie die Frage, ob der Bau tatsächlich teurer wird.
Das Museum hat zwei Ebenen: Unterirdisch können Besucher nach der Fertigstellung auf einem 600 Meter langen Rundgang 2000 Jahre Stadtgeschichte in der Archäologischen Zone erleben. Im Gebäude darüber befindet sich später das Jüdische Museum.
Die Stadt baut das Museum, der Landschaftsverband Rheinland (LVR) betreibt es. Ursprünglich geplant war, dass die Stadt als Bauherr das fertige Museum 2019 an den LVR übergibt. Die wiederholten Verzögerungen aufgrund von wiederkehrenden Problemen auf der Baustelle summieren sich damit auf rund ein Jahrzehnt. Unter anderem hatte die Stadt dem Stahlbauer gekündigt. Ab Dezember 2028 soll das Museum eröffnen. (mhe)

