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Nach Verkauf der ZentraleRolex bekennt sich zum Standort Köln

Der Luxusuhrenhersteller bekennt sich erneut zu Köln. Und das Erzbistum äußert sich zum neuen Hotel neben der Kirche St. Mariä Himmelfahrt.

Die frühere Rolex-Zentrale und die benachbarte Kirche St. Mariä Himmelfahrt.

Die frühere Rolex-Zentrale und die benachbarte Kirche St. Mariä Himmelfahrt.

Der deutsche Ableger des Luxusuhrenherstellers Rolex hat auch nach dem Verkauf seiner früheren Zentrale am Hauptbahnhof angekündigt, dauerhaft aus Köln sein Geschäft zu betreiben. Eine Sprecherin sagte: „Wir bleiben in Köln.“ Sie erneuerte damit ihre Aussage aus dem Juni. Rolex Deutschland hat seit 1956 seinen Sitz in Köln.

Das Unternehmen war zuletzt mit seinen rund 180 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus der Dompropst-Ketzer-Straße in die sogenannte Messe-City am Bahnhof Messe/Deutz gezogen. Dort sind unter anderem die Werkstätten und die Verwaltung untergebracht.

Hotel mit 250 Zimmern

Wie vorige Woche berichtet, hat Rolex seine frühere Zentrale samt Grundstück am Hauptbahnhof an den Projektentwickler May und Co. verkauft. Zu den Beweggründen wollte sich die Rolex-Sprecherin nicht äußern.

May und Co. will dort ein neues Hotel mit rund 250 Zimmern im Drei- bis Vier-Sterne-Bereich bauen und die frühere Rolex-Zentrale abbrechen. Das neue Hotel soll in den Jahren ab 2030 eröffnen.

Das Erzbistum Köln als direkter Nachbar bewertet es als „positives Signal“, dass May und Co. zugesichert hat, seine Hotel-Pläne neben der Kirche St. Mariä Himmelfahrt mit der Kirche abzustimmen.

Erzbistum lässt Fragen offen

Zuvor hatte das Hamburger Unternehmen das Gebäude aus dem Jahr 1976 von Rolex gekauft. Der deutsche Ableger des Luxusuhrenherstellers hatte seine Pläne für das Grundstück und das Gebäude aufgegeben. In einer früheren Präsentation seiner Pläne hatte Rolex von einer „unanständigen Nähe zur Kirche“ gesprochen.

Die Sprecherin des Erzbistums ließ die Frage dieser Redaktion unbeantwortet, was die Kirche sich in puncto Höhe und Abstand von dem geplanten Hotel-Neubau verspricht.

Treffen vor Verkauf des Grundstücks

Sie teilte mit: „Das Erzbistum Köln hat sich noch vor Vertragsabschluss mit dem Investor und Vertretern von Rolex getroffen. Der Investor sicherte zu, das Projekt im Falle eines Vertragsabschlusses von Beginn an eng mit dem Erzbistum abzustimmen, und hat bereits Kontakt aufgenommen, was wir als positives Signal bewerten. Weitere Abstimmungen wird es sicher auch zukünftig noch geben.“

Andreas Gladisch, Geschäftsführer von May und Co., hatte, angesprochen auf mögliche Konflikte, gesagt: „Wir sind hoffnungsfroh, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Wir wollen die heutige Situation verbessern und dazu den Dialog weiterführen.“ (mhe)